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Warum wählen Schwarze einen Rassisten?

Er löst heftige Emotionen aus: Jair Bolsonaro wird von Anhängern bejubelt, kurz darauf sticht ihm ein Mann mit einem Messer in den Bauch. (6. August 2018)

Brasilien, die fünftgrösste Demokratie der Welt, steht kurz davor, einen Rechtsextremisten zum Präsidenten zu machen. Jair Bolsonaro ist der grosse Favorit für die Stichwahl am 28. Oktober. Wie konnte es so weit kommen?

Welche sind das?

Solche Ängste sind nachvollziehbar. Aber warum glauben offenbar so viele Menschen in Brasilien, dass ausgerechnet ein Rechtsextremist helfen könnte?

Er wird neuer Präsident: Der ultarechte Jair Bolsonaro kommt in der Stichwahl auf 55,5 Prozent.
Bolsonaro im O-Ton: «Die Schwulen sind ein Produkt des Drogenkonsums.» «Der Fehler der Militärdiktatur bestand darin, zu foltern, statt zu töten.» «Frauen sollen weniger verdienen als Männer, weil sie schwanger werden.»
Jair Bolsonaro, presidential candidate with the Social Liberal Party, waves after voting in the presidential runoff election in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Oct. 28, 2018. Bolsonaro is running against leftist candidate Fernando Haddad of the Workers’ Party. (AP Photo/Silvia izquierdo)
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Der Mann hat immer wieder Hass verbreitet. Er hat einer Politikerin zugerufen, sie sei es nicht wert, von ihm vergewaltigt zu werden. Afrobrasilianern hat er unterstellt, sie seien zu faul, um sich fortzupflanzen. Trotzdem haben Millionen Frauen und Schwarze in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen für ihn gestimmt. Wie ist das zu erklären?

Ist Bolsonaro eine Gefahr für die brasilianische Demokratie?

Bolsonaro hingegen verherrlicht die brasilianische Militärdiktatur und sagt, er werde eine Niederlage in der Stichwahl nicht akzeptieren.

Noch hat das Duo ja nicht gewonnen, für die linke Arbeiterpartei hat es Fernando Haddad in die Stichwahl geschafft. Was sollte er tun, um den Rückstand noch aufzuholen?