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Obamas Sieg kurbelt den Verkauf von Waffen an

Trotz Wirtschaftskrise haben es die Amerikaner drei Tage nach den US-Wahlen vor allem auf ein Produkt abgesehen: Sie kaufen aus Furcht vor Obamas Politik massenhaft Waffen.

Curtis Irwin bestaunt im texanischen Waffenladen «The Cheaper Than Dirt» ein Gewehr.
Curtis Irwin bestaunt im texanischen Waffenladen «The Cheaper Than Dirt» ein Gewehr.
Keystone

In einem Beitrag des US-amerikanischen Nachrichtensenders MSNBC heisst es, die Waffenverkäufe seien im Monat Oktober um 10 bis 30 Prozent gestiegen. Die «Washington Post» schreibt von einer Zunahme in diesem Jahr von acht bis zehn Prozent.

Für diesen Trend kommt vor allem ein Grunde in Frage: In Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs steigt die Angst vor Kriminalität und Unruhen. Viele Amerikaner fürchten zudem, ein liberaler Präsident sei ungeeignet, um die Kriminalität effektiv zu bekämpfen. Jetzt ist Barack Obama gewählt und die Waffenfreaks stürmen verunsichert die Läden: Der Waffenshop «The Cheaper Than Dirt» in Fort Worth (Texas) vermeldete einen Tag nach der historischen Präsidentschaftswahl einen Rekordverkauf an Waffen.

Auch Pete Hill hat in Pinellas Park, Florida, eine Waffe gekauft. Um sich selber zu schützen, wie er sagt. «Ich kaufe die Waffe jetzt, weil ich Barack Obama zutraue, dass er die Waffengesetze verschärfen könnte», so Hill weiter. Waffenverkäufer Doug Jacksons sagt im MSNBC-Beitrag: «Die Leute befürchten, dass Obama die Steuern auf Waffen und Munition erhöhen könnte.»

Diese Annahmen greifen aber ins Leere. Obama deutete lediglich an, die Kriminellen entwaffnen zu wollen. Grundsätzlich spricht er sich für das Recht auf den Besitz von Schusswaffen aus. Trotzdem sind Waffenliebhaber besorgt, da viele die moderate Einstellung Obamas für reines Wahlkampfgeplänkel halten. Sie sind davon überzeugt, dass er als gewählter Präsident hart durchgreifen wird und den Kauf von Waffen einschränken will.

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