Zum Hauptinhalt springen

Obamas Rahmbo

Der designierte Stabschef im Weissen Haus ist ein «Strassenkämpfer mit Killerinstinkt», der gerne und oft «fuck!» sagt. Hillary Clinton hätte Rahm Emanuel am liebsten aus dem Weissen Haus geschmissen.

Als «Strassenkämpfer mit Killerinstinkt» wird er beschrieben. Als einer, der das Wort «Fuck» in jedem Gespräch verwendet. Ein Triathlet, der während dem ersten Golfkrieg als Freiwilliger nach Israel ging. Doch wer ist der 48-jährige Rahm Emanuel, mit grösster Wahrscheinlichkeit designierter Stabschef von Barack Obama, wirklich?

Wie Obama in Chicago geboren, wurde er von seiner Mutter zu einer Ballett-Karriere animiert. Nach dem Abschluss an einem Tanz-College machte er jedoch eine Master-Ausbildung in Kommunikation. Bereits als Student arbeitete er in Wahlkampagnen für Politiker aus Chicago mit.

Bremsen auf Rost geprüft

Nach Ausbruch des ersten Golfkrieges meldete sich der Zögling aus einer einflussreichen jüdisch-orthodoxen Familie als Freiwilliger in Israel. Dort war er auf einer Armeebasis im Norden des Landes dafür zuständig, Fahrzeugbremsen auf Rost zu untersuchen.

Danach schloss er sich der Präsidentschaftskampagne von Bill Clinton an. Dabei entwickelte er ein einzigartiges Gespür fürs Spendensammeln. Er trieb Millionen von Dollar für den damaligen Gouverneur aus Arkansas auf und sorgte für dessen Wahlerfolg.

Mehrere Eklats im Weissen Haus

Im Weissen Haus kam es dann zu mehreren Eklats. Wegen seiner ungehobelten Manieren wollte ihn Hillary Clinton entlassen. Emanuel verwies darauf, dass dies nur der Präsident selber tun könne. Das unterliess Bill jedoch.

Als Clinton mitten im Lewinsky-Skandal öffentlich mit Tony Blair auftreten musste, sagte Emanuel kurz zuvor zum britischen Premier: «This is important. Don’t fuck it up!»

«Dead…dead…dead»

Nach den Nachwahlen 1996 geriet der Stabschef über die Feinde Clintons derart in Rage, dass er alle «Verräter» auf einer Liste notierte und dann mit dem Steakmesser auf jeden einzelnen Namen einstach. «Dead…dead…dead», rief er dazu.

Der dreifache Vater darf wohl mit gutem Gewissen als ungehobelt charakterisiert werden. Sein Einfluss und seine Fähigkeiten sind unbestritten. Es würde überraschen, wenn ihn Barack Obama heute nicht zum neuen Stabschef ernennen würde.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch