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Ledige Frauen öffneten Obama die Tür ins Weisse Haus

56 Prozent der amerikanischen Wählerinnen stimmten für Barack Obama. Und zwar nicht nur, weil der neue US-Präsident ziemlich gut aussieht.

Barack Obama hört die Anliegen der beiden Frauen Mary Jacob McKinley (mitte) und Anne Marie Crevar an.
Barack Obama hört die Anliegen der beiden Frauen Mary Jacob McKinley (mitte) und Anne Marie Crevar an.
Keystone

Nachbefragungen zeigen, dass der neue Präsident einen starken Frauenbonus genoss. 56 Prozent der weiblichen Wähler stimmten für Barack Obama, wobei ihn die Unverheirateten mit 70 Prozent am stärksten unterstützen. Nur 43 Prozent der Frauen entschieden sich für John McCain.

Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, dass die Partei mit der Ausbootung von Hillary Clinton einen gravierenden strategischen Fehler gemacht und die Frauen so stark verärgert haben könnten, dass sie aus Protest John McCain wählten könnten.

Diese Retourkutsche kam nie in Fahrt. Im Gegenteil: Fast neun von zehn Wählerinnen, die in den Vorwahlen zunächst für Hillary gestimmt hatten, blieben auf dem demokratischem Pfad und legten am Dienstag für Obama ein. Mary Ayala war einer dieser Frauen. Am Vorabend der Wahl stand sie an einer belebten Strassenkreuzung in Phoenix in Arizona, dem Heimatstaat von McCain, und schwenkte eine kleines, selbstgemachtes Obama-Schild. «Obama ist ein Mann für die Menschen, er ist nicht abgehoben und hat eine intakte, wunderschöne Familie«.

Sarah Palin für Frauen abstossend

Für die ausgebildete Sozialarbeiterin war ein weiterer Faktor wichtig: Sarah Palin. Sie hat sich nach eigenen Worten stark daran gestossen, dass die Gouverneurin aus Alaska die Tätigkeit von Obama als Gemeindeorginsator in Chicago nahezu lächerlich machte und daraus keinerlei Führungserfahrung ableiten wollte. «Sarah Palin ist kein Vorbild für die Frauen, sie liess sich willenlos vor den Karren von McCain einspannen.»

Gerade Frauen aus der wachsenden Gemeinde der hispanischen Einwanderer wie Mary Ayala unterstützten Obama überdeutlich. Für sie dürfte seinen Vorschläge für eine allgemeine Krankenersicherung und eine bessere Grundschule sowie einen erleichterten Zugang zur Mittelschule wichtig gewesen sein, sind doch die Kinder der Latinas überdurchschnittlich stark mit Gesundheitsproblemen (Diabetes, Übergewicht) belastet und haben Mühe, eine höhere Ausbildung zu beginnen. In Colorado etwa stimmten satte 78 Prozent der Latinas für Obama, in New Mexico waren es 72 Prozent und selbst in Texas, das mehrheitlich zu McCain neigte, unterstützten 71 Prozent der Latinas den ersten schwarzen Präsidenten.

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