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Romney und Obama schütteln Hände bis zuletzt

Ein Sieg von Obama scheint immer noch wahrscheinlicher. Doch das Rennen ist so knapp geworden, dass beide Präsidentschaftskandidaten an den verbleibenden Tagen noch von Auftritt zu Auftritt jetten.

mw
Hetzen von Auftritt zu Auftritt: US-Präsident Barack Obama...
Hetzen von Auftritt zu Auftritt: US-Präsident Barack Obama...
Reuters
Flugreisen sind dabei unerlässlich, ...
Flugreisen sind dabei unerlässlich, ...
Reuters
...ebenso die Hilfe von prominenten Unterstützern: Nascar-Legende Richard Petty hört mit Anne Romney dem republikanischen Kandidaten zu.
...ebenso die Hilfe von prominenten Unterstützern: Nascar-Legende Richard Petty hört mit Anne Romney dem republikanischen Kandidaten zu.
AFP
Obama kann auf die Tochter von John F. Kennedy zählen: Caroline Kennedy spricht zu ehrenamtlichen Wahlkampfhelfern.
Obama kann auf die Tochter von John F. Kennedy zählen: Caroline Kennedy spricht zu ehrenamtlichen Wahlkampfhelfern.
Reuters
Glanz und Schutz: Ein Leibwächter poliert den Wagen, mit dem Barack Obama zu einem Auftritt an einer Highschool in Ohio fahren wird.
Glanz und Schutz: Ein Leibwächter poliert den Wagen, mit dem Barack Obama zu einem Auftritt an einer Highschool in Ohio fahren wird.
Reuters
Während Obama gerne an Hochschulen spricht, ...
Während Obama gerne an Hochschulen spricht, ...
AFP
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Endspurt im Kampf ums Weisse Haus: Vier Tage vor der US-Wahl buhlen die beiden Kandidaten vor allem um die neun entscheidenden Swing States. Laut einer neuen Umfrage liegt Amtsinhaber Barack Obama in den zwei besonders umkämpften Staaten Florida und Ohio vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Landesweit liefern sich die beiden weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Ungeachtet des Wahlkampf-Endspurts widmete sich Obama heute jedoch zunächst den Aufräumarbeiten entlang der Ostküste nach Sturm Sandy. Dazu berief er am Morgen im Hauptquartier der Katastrophenschutzbehörde Fema eine Sitzung ein. Der Wiederaufbau sei noch lange nicht abgeschlossen, sagte Obama. Zugleich versprach er, dass sich alle Beteiligten zu «120 Prozent» einsetzen würden. «Es gibt nichts Wichtigeres für uns, als das in Ordnung zu bringen», erklärte Obama weiter. An der Sitzung nahmen unter anderem Heimatschutzministerin Janet Napolitano und der Leiter der Katastrophenschutzbehörde Fema, Craig Fugate, sowie weitere Kabinettsmitglieder teil.

«Das ist kein Spiel»

Kurz darauf stürzte sich Obama wieder in den Wahlkampf. Bei einem Auftritt in Ohio kritisierte er seinen Kontrahenten wegen dessen Äusserungen zur Autoindustrie. Romney hatte General Motors und Chrysler zuletzt vorgeworfen, Arbeitsplätze zulasten des Standorts Ohio nach China zu verlagern. Das entspreche nicht den Tatsachen und die Konzerne hätten die Berichte bereits dementiert, sagte Obama.

«Ich weiss, dass wir kurz vor einer Wahl stehen, aber das ist kein Spiel», sagte der Präsident. «Das sind die Jobs von Menschen. Es geht um das Leben von Menschen (...) Man verschreckt keine hart arbeitenden Amerikaner, nur um ein paar Stimmen abzugreifen.»

Die Wahl am kommenden Dienstag sei «nicht nur einfach eine Wahl zwischen zwei Kandidaten oder zwei Parteien», erklärte Obama bei einem Auftritt in der Stadt Mentor. «Es ist eine Wahl zwischen zwei verschiedenen Visionen für Amerika.» Er hingegen sei der Kandidat, dem die Wähler vertrauen könnten.

Romney kritisierte derweil ebenfalls in Ohio, der Präsident habe in den vergangenen vier Jahren den Kongress ignoriert und angegriffen. «Er hat niemals geführt, niemals über Parteigrenzen hinweg gearbeitet, niemals verstanden, wie Arbeitsplätze in der Wirtschaft geschaffen werden», sagte der Republikaner.

Romney verspricht bessere Zusammenarbeit mit dem Kongress

Er sei derjenige, der einen Stillstand verhindern könne und mit dem Kongress zusammenarbeiten würde, sagte Romney bei einem Wahlkampfauftritt. «Wenn ihr des Müdeseins müde seid, dann bitte ich euch, stimmt für den echten Wandel», rief er rund 18'000 Anhängern zu. «Ich zähle auf euren Staat.»

Romney plant ein intensives Wahlkampfwochenende mit Auftritten in New Hampshire, Iowa und Colorado am Samstag sowie Iowa, Pennsylvania, Ohio und Virginia am Sonntag.

Obama will heute Abend mit Expräsident Bill Clinton in Virginia auftreten, morgen in New Hampshire sprechen und erneut nach Ohio reisen. Auftritte sind auch in Florida und Colorado geplant.

In nationalen Umfragen praktisch gleichauf

Umfragen zufolge liegen Obama und Romney dennoch wenige Tage vor der Wahl in der Gunst der Wähler nahezu gleich auf. Laut einer Erhebung der Zeitung «Washington Post» und des Senders ABC vom Freitag liegt der Amtsinhaber mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor Romney.

Nach einer Umfrage des «Wall Street Journals» und des Fernsehsenders NBC hat Obama jedoch in den zwei besonders umkämpften US-Staaten Florida und Ohio die Nase vorne. Demnach liegt der Amtsinhaber in Florida mit 49 zu 47 Prozent in Führung. Deutlicher fällt der Vorsprung demnach in Ohio aus, wo der Amtsinhaber mit 51 zu 45 Prozent die Nase vorn hat. Wähler in beiden Staaten hätten Obama vor allem sein Krisenmanagement nach den Verwüstungen an der Ostküste durch Sturm Sandy zugutegehalten, berichtete das «Wall Street Journal.»

Sein Herausforderer Romney muss indes mehr der besonders umkämpften Staaten gewinnen, um die 270 Wahmännerstimmen zusammen zu bekommen, die für einen Wahlsieg nötig sind. Nach der jüngsten Berechnung der «New York Times» kann Obama bereits ziemlich sicher mit 243 Wahlmännerstimmen rechnen, sein Herausforderer hat erst 206 Stimmen auf der Haben-Seite.

(dapd)

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