Zum Hauptinhalt springen

Obama holt sich Springsteens Segen – Romney dreht Extrarunde

Bei seinen letzten Wahlauftritten setzt Präsident Barack Obama auf die Strahlkraft von US-Musikstars. Sein Herausforderer Mitt Romney entschied sich kurzfristig, seinen Wahlkampf zu verlängern.

mrs
Rocklegende unterstützt den Präsidenten: Wahlauftritt mit Bruce Springsteen und Barack Obama in Wisconsin.

Es geht um Ohio: Nach monatelangem, knallharten Wahlkampf ringen US-Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney bis zur letzten Minute um die Stimmen in dem US-Staat im Nordosten des Landes. Obama bekam bei Auftritten am Montag Unterstützung von Rocklegende Bruce Springsteen und Rapikone Jay-Z. Romney wollte voraussichtlich noch am morgigen Wahltag Ohio besuchen. Bei den vergangenen zwölf Wahlen konnte der spätere Sieger immer auch den Staat für sich entscheiden.

Am letzten Tag ihres Wahlkampfes waren sich Obama und Romney in einem Punkt einig: Diese Wahl gewinnt, wer die meisten Anhänger mobilisiert. «Dieses wird eine Wahl sein, bei der es um Teilnahme geht», sagte Obama in einem am Montag ausgestrahlten Interview. Viele seiner Anhänger sind Latinos und Afroamerikaner, während Romney vor allem unter Weissen Anklang findet. Romney sagte unterdessen bei einer Veranstaltung in Florida, es gebe noch eines zu tun und das sei, die Menschen zu mobilisieren.

Umfragen in Ohio sprechen für Obama

Umfragen zufolge liegt Obama in Ohio in Führung. Auch insgesamt hat der Amtsinhaber demnach die Nase leicht vorn. Der Kandidat, der die Mehrheit der Wählerstimmen in einem Staat zugesprochen bekommt, gewinnt dort alle Wahlmännerstimmen. In Ohio sind es 18. Laut Prognosen zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Daher könnte es zu einem ähnlichen Szenario wie bei der Wahl im Jahr 2000 kommen. Damals erhielt der Republikaner George W. Bush eine Mehrheit der Wahlmännerstimmen, während sein demokratischer Konkurrent Al Gore die Mehrheit der eigentlich abgegebenen Wählerstimmen erzielt hatte.

Etwa 30 Millionen Wähler haben ihre Stimmen bereits abgegeben, darunter auch der Amtsinhaber selbst, der vor zwei Wochen als erster Präsident überhaupt frühzeitig seine Stimme abgegeben hatte. Die Wahlzettel werden jedoch erst nach der eigentlichen Wahl ausgewertet.

Romney verlängert seinen Wahlkampf

Mitt Romney entschied sich zudem für eine Verlängerung seines Wahlkampfes in die Verlängerung. Der Republikaner kündigte an, am Wahltag in den Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania aufzutreten.

Mit den Veranstaltungen in Cleveland und Pittsburgh am Dienstag wolle Romney «bis zur Schliessung der Wahllokale» um Stimmen werben, sagte ein Sprecher seines Wahlkampfteams. Ursprünglich hatte der Herausforderer von Präsident Barack Obama seine Abschlussveranstaltung für Montagabend in New Hampshire vorgesehen.

Morgen will Romney mit seiner Frau Ann auch selbst an die Wahlurne treten. Nach Angaben seines Wahlkampfteams war die Stimmabgabe des Kandidaten gegen 8.30 Uhr (Ortszeit, 14.30 Uhr MEZ) in seinem Heimatort Belmont im Bundesstaat Massachusetts geplant.

Umfragewerte deuten auf äusserst knappes Rennen

Den Wahlabend verbringt Romney demnach in Boston in Massachusetts, wo das Hauptquartier seiner Kampagne ist. Obama, der seine Stimme bereits vorzeitig abgegeben hatte, wartet auf die Ergebnisse am Dienstagabend in seiner Heimatstadt Chicago.

Der Ausgang der Präsidentschaftswahl steht auf Messers Schneide. In zwei Umfragen für ABC News und die «Washington Post» sowie für CNN lagen Obama und Romney in der Wählergunst landesweit gleichauf. Allerdings wird der Präsident nicht nach dem nationalen Stimmenanteil, sondern von einem Wahlmännergremium gekürt.

Dort spiegeln sich die Ergebnisse aus den einzelnen Bundesstaaten wider. Dabei kommt es am Ende nur auf wenige Staaten mit wechselnden Mehrheiten an. Experten räumen Obama die grösseren Chancen ein, sich mit Siegen in den «Swing States» die nötige Mehrheit im Wahlmännergremium zu sichern.

(dapd, sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch