Zum Hauptinhalt springen

So trauert Brüssel

Kreativität in Zeiten des Terrors: Menschen malen mit Kreide Solidaritätssprüche auf die belgischen Strassen.

«BX Love»: Zwei Frauen drücken ihre Solidarität mit den Angehörigen und Opfern aus.
«BX Love»: Zwei Frauen drücken ihre Solidarität mit den Angehörigen und Opfern aus.
Geert Vanden Wijngaer/AP
Zahlreiche Sprüche sind auf einem Fussgängerweg vor der Börse in Brüssel zu lesen.
Zahlreiche Sprüche sind auf einem Fussgängerweg vor der Börse in Brüssel zu lesen.
Screenshot: Twitter
Die Trauer und Betroffenheit ist gross.
Die Trauer und Betroffenheit ist gross.
Carl Court/Getty Images
1 / 8

Nach der Terrorserie in Brüssel ist ein Fussgängerweg vor der Börse der belgischen Hauptstadt zu einem farbigen Symbol der Solidarität mit den Opfern und ihren Familien geworden. Viele Menschen malten am Dienstagabend mit bunter Kreide Herzen auf den Betonboden und schrieben Botschaften in Französisch oder Englisch, auf Arabisch und in anderen Sprachen.

Auf dem Place de la Bourse waren einige Tausend Menschen zusammen gekommen, um noch mehr Botschaften zu zeichnen und Kerzen aufzustellen. Viele Botschaften waren fröhlich, mit Slogans wie «Verbreitet Liebe», «Lebe und lasse leben» oder «Wir sind eins». Eine Gruppe sang Edith Piafs «Hymne a L'amour», Zuschauer applaudierten. Die Stimmung war grundsätzlich optimistisch. Am Rand gab es aber auch Trauer. Eine an einen Beton-Blumenkübel angelehnte Frau schluchzte leise.

«Je suis Bruxelles»

Mehrere hundert Menschen legten bis zum späten Abend Blumen nieder, stellten Teelichter zu einem Kerzenmeer zusammen und hielten sich in den Armen. Auf Plakaten war – auf französisch – zu lesen: «Vereint gegen den Hass» und «22/3/2016, keine Sterne funkeln mehr über dem Himmel von Brüssel». Auch ein grosses Banner mit dem Spruch «Je suis Bruxelles» wurde entrollt. Es erinnerte an «Je suis Charlie», die weltweite Solidaritätsbekundung nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris.

In den Gesprächen gab es nur ein Thema: die schockierenden Ereignisse des Tages. «Wir sind hier, um zu zeigen: Wir haben keine Angst, wir halten zusammen», sagte Isabelle. Michel, 27, berichtete: «Ich wollte heute Morgen zeitig los, war aber zu spät und habe die Metro verpasst. Als ich kam, war schon alles gesperrt.»

Der Student Jef sagte, er habe gemischte Gefühle: «Es ist schön zu sehen, wie jetzt alle zusammen stehen.» Gleichzeitig befürchte er ein wenig, dass das Gedenken für manche zum Event verkomme. «Das Wichtigste ist, dass die Verletzten nun wieder gesund werden.

SDA/kat

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch