CO2-Emissionen sinken nicht

Die globalen CO2-Emissionen sind im Jahr 2016 zum dritten Mal in Folge gleich geblieben. Doch nur wenn diese deutlich sinken, kann das 2-Grad-Ziel von Paris erreicht werden.

Klimaexperten warnen, dass nur bei einer drastischen Reduktion der Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen die Ziele von Paris zu erreichen wären und ein endgültiger Klimawandel noch abgewendet werden könnte.

Klimaexperten warnen, dass nur bei einer drastischen Reduktion der Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen die Ziele von Paris zu erreichen wären und ein endgültiger Klimawandel noch abgewendet werden könnte.

Die Kohlendioxidemissionen stagnieren weltweit auf einem Niveau von 35,9 Gigatonnen. Das geht aus dem aktuellen globalen Treibhausgasbericht hervor, den das Joint Research Center der EU sowie die niederländische Umweltagentur PBL herausgegeben haben. Dies ist, gemessen am weltweiten Wirtschaftswachstum, ein verhalten positives Signal. Doch gemessen an den Zielen der Pariser Klimakonferenz, bis zum Jahr 2100 eine globale Erwärmung um nur 2 Grad Celsius zuzulassen, ist es viel zu wenig.

Klimaexperten warnen, dass nur bei einer drastischen Reduktion der Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen die Ziele von Paris zu erreichen wären und ein endgültiger Klimawandel noch abgewendet werden könnte. Mit den aktuellen Resultaten scheinen jedoch die Vorgaben, die sich die Teilnehmerstaaten des Pariser Abkommens gestellt hatten, nicht erreichbar zu sein.

Sechs grosse Dreckschleudern

China, die USA, die EU, Indien Russland und Japan sind die weltweit grössten Emittenten von CO2. Zwei Drittel des Gesamtausstosses an Kohlendioxid kommen aus diesen sechs Industriezonen. Bemerkenswert ist, dass dabei vor allem die EU und darunter Deutschland, die bislang als stete Vorreiter der Klimapolitik galten, nur stagnierende Werte vorzuweisen haben. Bis zum Jahr 2020 wollte Deutschland seine Emissionen um 40 Prozent gegenüber den Werten von 1990 reduzieren.

Das Zieldatum ist in gut zwei Jahren erreicht, die Reduktion indessen nicht: Gegenüber einem Pro-Kopf-CO2-Ausstoss in der EU von 6,8 Tonnen jährlich liegt der Wert in Deutschland bei 9,5 Tonnen. Das sind 2 Tonnen pro Kopf mehr als zum Beispiel in China, das ­bislang in der Öffentlichkeit als einer der grössten Umweltsünder wahrgenommen wurde. Übertroffen wird Deutschland nur von Russland und den USA.

Zwar haben Letztere ihre CO2-Emission aus der Kohleverbrennung gesenkt, doch wurde diese lediglich durch den Einsatz anderer fossiler Brennstoffe ersetzt. Noch immer stammen 97 Prozent der CO2-Emissionen in den USA aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Viel Zeit bleibt der Weltgemeinschaft nicht, die Pariser Vorgaben umzusetzen. Sollte bis 2050 keine drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen erzielt werden können, ist ein grundlegender Klimawandel nicht mehr abwendbar.

eb

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