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«Ihm fehlt dieses menschenfreundliche Charisma»

Der Schweizer Kardinal Kurt Koch wird von Insidern und Schweizer Medien als Nachfolger Benedikts gehandelt. Vatikankenner Michael Meier relativiert.

Schweizer Zeitungen und Insider sehen Kurt Koch als nächsten Papst. Die Begründung: Er sei gut vernetzt, habe keine Feinde, sei kein Machtmensch, dafür ein kompetenter Brückenbauer. Bild: Keystone
Schweizer Zeitungen und Insider sehen Kurt Koch als nächsten Papst. Die Begründung: Er sei gut vernetzt, habe keine Feinde, sei kein Machtmensch, dafür ein kompetenter Brückenbauer. Bild: Keystone
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Herr Meier, die «SonntagsZeitung», «Die Zeit» und der «Blick» bringen den ehemaligen Basler Bischof Kurt Koch als möglichen Nachfolger von Benedikt XVI. ins Spiel. Wie schätzen Sie seine Chancen ein?

Es ist absolut unmöglich. Er selbst hat gegenüber «10 vor 10» diese Spekulation mit aller Vehemenz zurückgewiesen. Nach einem deutschen Papst wird sicher kein Schweizer Nachfolger. Die Schweiz ist zudem aus katholischer Sicht ein so unbedeutendes Land, dass das Konklave sicher nicht Koch zum Papst ernennen wird. Man wird sich auf einen Südamerikaner oder Italiener einigen. Diese Regionen sind für die Kirche wichtig. Dass Benedikt XVI. zum Zug kam, war nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass Deutschland die reichsten und einflussreichsten Bistümer der Welt hat.

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