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«Wir wollen den Tod derer, die unsere Märtyrer in Rafah getötet haben»

Aus Wut über die Tötung ägyptischer Grenzschützer durch Islamisten auf der Sinai-Halbinsel sind in Kairo Tausende Menschen auf die Strasse gegangen – sie forderten ein hartes Vorgehen gegen die Täter.

Erneuter Gewaltausbruch: Ein Mann geht am ausgebrannten Auto von Extremisten vorbei, die von ägyptischen Truppen getötet wurden. (12. August 2012)
Erneuter Gewaltausbruch: Ein Mann geht am ausgebrannten Auto von Extremisten vorbei, die von ägyptischen Truppen getötet wurden. (12. August 2012)
Reuters
Angespannte Lage: Der Grenzübergang von Rafah wird streng bewacht. (10. August 2012)
Angespannte Lage: Der Grenzübergang von Rafah wird streng bewacht. (10. August 2012)
Keystone
Der Ort des Geschehens: Die Sinai-Halbinsel trennt Ägypten und Israel.
Der Ort des Geschehens: Die Sinai-Halbinsel trennt Ägypten und Israel.
SDA
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Gestern Abend protestierten in Ägypten Tausende Menschen für eine harte Hand der Regierung im Kampf gegen die Extremisten auf der Sinai-Halbinsel: «Wir wollen den Tod derer, die unsere Märtyrer in Rafah getötet haben», hiess es auf einem Transparent. Bei dem Überfall Israel-feindlicher Extremisten am Sonntag waren 16 ägyptische Sicherheitskräfte getötet worden. Die Angreifer hatten versucht, die Grenze nach Israel zu durchbrechen.

Der neue ägyptische Präsident Mohammed Mursi ordnete daraufhin eine Militäroffensive gegen die Islamisten an. Er wehrt sich gegen Vorwürfe, wegen seiner Nähe zu den islamistischen Muslimbrüdern möglicherweise nachgiebiger mit den Extremisten umzugehen.

Beduinenstämme könnten Täter sein

In der Sinai-Wüstenregion leben Beduinenstämme, die sich von der Regierung in Kairo im Stich gelassen fühlen, aber auch antiisraelische Extremisten, Waffen- und Drogenschmuggler sowie Al-Qaida-Sympathisanten.

Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak im vergangenen Jahr hat sich die Sicherheitslage in dem Gebiet verschlechtert. Israel beobachtet die Entwicklungen mit Sorge.

SDA/ses

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