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US-Radarsystem soll Israel effizienter schützen

Die USA wollen in der israelischen Negev-Wüste ein leistungsstarkes Radarsystem installieren, das früher als bisher vor möglichen Raketenangriffen aus dem Iran warnt.

Beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, wonach erstmals auch US-Soldaten ständig in Israel stationiert werden sollen, berichtete die israelische Tageszeitung «Haaretz» am Sonntag unter Berufung auf hochrangige israelische und US-Militärs. Das Radarsystem solle spätestens im Frühjahr kommenden Jahres einsatzbereit sein.

Eine israelische Armeesprecherin sagte auf Anfrage, der Zeitungsbericht sei bekannt, werde aber nicht kommentiert.

Mit dem neuen Radarsystem zur Frühwarnung bei Raketenangriffen könnte Israel den Angaben zufolge heranfliegende Raketen bereits in einer Entfernung von 2000 statt bislang 900 Kilometer erkennen. Dies sei vor allem im Fall von Raketenangriffen aus dem Iran nützlich, weil es «kostbare Minuten» verschaffe.

Iran als grösse Bedrohung

Der Iran, der von Israel als grösste strategische Bedrohung angesehen wird, ist rund 1500 Kilometer von Israel entfernt.

Das Internetportal www.defensenews.com, das zur Verlagsgruppe der US-Armeezeitung «Army Times» gehört, hatte bereits am 7. August über entsprechende Pläne berichtet.

Unter Berufung auf den Direktor der US-Raketenabwehrbehörde (MDA), General Henry Obering, hiess es, dass mit dem Radarsystem bei Beschuss mit Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen, Katjuscha- Raketen aus Libanon, ballistischen Kurzstreckenraketen, Langstreckenraketen, Marschflugkörpern sowie anderen Gefahren aus der Luft gewarnt werden könne.

Das Programm werde von den USA und Israel gemeinsam finanziert und betrieben. Die Radaraufklärung komme nicht nur der israelischen Verteidigung zugute, sondern werde auch von den USA genutzt.

SDA/mbr

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