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US-Drohnenangriffen in Pakistan – 38 Tote

Die US-Armee soll im unruhigen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan mehrere Raketen abgefeuert haben. Dabei sind offenbar 38 mutmassliche Aufständische ums Leben gekommen.

Bei mehreren den USA zugeschriebenen Drohnenangriffen im Nordwesten Pakistans sind offenbar mindestens 38 mutmassliche Aufständische ums Leben gekommen. Wie aus pakistanischen Geheimdienstkreisen heute verlautete, beschossen die unbemannten Fluggeräte innerhalb weniger als zwölf Stunden Ortschaften in Süd- und Nord-Waziristan.

Für die Raketenangriffe machten sie das US-Militär verantwortlich. Die Vehemenz der mutmasslichen US-Raketenangriffe ist ungewöhnlich, zumal sich die Beziehungen zwischen Islamabad und Washington seit der Tötung des al-Qaida-Chefs Osama bin Laden und dem teilweisen Stopp von US-Militärhilfen an Pakistan auf einem neuen Tiefpunkt befinden.

Auf Häuser gezielt

Vermutlich von einer US-Drohne seien am frühen Dienstagmorgen Raketen auf ein Haus im Dorf Dremala in der Stammesregion Süd-Waziristan nahe der Grenze zum Norden abgefeuert worden, teilten pakistanische Geheimdienstmitarbeiter mit. Dabei wurden den Angaben zufolge mindestens acht mutmassliche Aufständische getötet. Andere Quellen sprachen von 13 Toten. Wenige Stunden zuvor hatten mutmassliche US-Drohnen pakistanischen Geheimdienstkreisen zufolge ein Haus in der Region Shawal in Nord-Waziristan beschossen und dabei zehn mutmassliche Aufständische getötet.

Erst am Montagabend gab es einen offenbar ebenfalls von den USA ausgeführten Angriff in der Ortschaft Gorvak in Nord-Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan. Auch dort schlugen mehrere Raketen in ein Haus ein und töteten zwanzig mutmassliche Extremisten, wie die pakistanischen Gewährsleute erklärten. Das Dorf befindet sich an einer Route, die von Militanten oftmals genutzt wird, um die Grenze nach Afghanistan zu überqueren.

Drohnenprogramm nicht bestätigt

Erst kürzlich hatte die US-Regierung angekündigt, aufgrund der angespannten Beziehungen zu Islamabad ihre Militärhilfe für Pakistan um mehr als ein Drittel zu kürzen. An den umstrittenen Drohnenangriffen auf mutmassliche Aufständische in Pakistan ändert das nichts. Die USA lehnen es zwar ab, das verdeckte Drohnenprogramm des Auslandsgeheimdienstes CIA in Pakistan öffentlich zu bestätigen. Allerdings haben US-Vertreter in vertraulichen Gesprächen mitgeteilt, dass durch die Angriffe schon ranghohe Taliban und Al-Kaida-Mitglieder getötet worden seien.

SDA/wid

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