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USA ziehen Botschafter aus Syrien ab

Seine kritische Haltung dem syrischem Regime gegenüber ist in Damaskus nicht gerne gesehen. Nun haben die USA ihren Botschafter, Robert Ford, nach Hause gerufen – aus Sicherheitsgründen.

Bot Assad mehrfach die Stirn: US-Botschafter Robert Ford. (Archivbild)
Bot Assad mehrfach die Stirn: US-Botschafter Robert Ford. (Archivbild)
AFP

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, hat das Land nach wiederholten Angriffen und Drohungen verlassen. Ford sei am Wochenende nach Washington zurückgekehrt, nachdem glaubhafte Drohungen gegen ihn eingegangen seien, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums, Mark Toner, am Montag. Seine mögliche Rückkehr hänge von der Sicherheitslage vor Ort ab.

«Wir hoffen, dass das syrische Regime seine Kampagne gegen Botschafter Ford beendet», erklärte Toner. «Zu diesem Zeitpunkt können wir nicht sagen, wann er nach Syrien zurückkehren wird.» Die Botschaft in Damaskus bleibe geöffnet.

Der stellvertretende Leiter der US-Mission in Damaskus, Haynes Mahoney, bestätigte, dass Ford das Land verlassen habe. Er betonte jedoch, die US-Regierung habe ihn nicht formell zurückgerufen. Ford hat die friedlichen Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar Assad wiederholt verteidigt und das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten kritisiert.

Mit Tomaten und Eiern beworfen

Im vergangenen Monat wurden Ford und einige Kollegen aus der Botschaft beim Besuch eines Aktivisten der Opposition mit Tomaten und Eiern beworfen. Aus US-Regierungskreisen verlautete, der Angriff sei Teil einer Kampagne, um Diplomaten einzuschüchtern. Bei anderen Treffen mit Dissidenten kam es zu ähnlichen Vorfällen.

Ford verärgerte die Regierung auch im Juli, als er die Stadt Hama besuchte und dort von den Demonstranten empfangen wurde. Das Regime von Assad wies den Botschafter nicht aus, versuchte aber, seine Reisemöglichkeiten im Land einzuschränken. Ford ist seit Januar in Syrien tätig. Er war der erste US-Botschafter in dem Land seit 2005.

AFP/wid

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