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UNO schickt Friedenstruppe nach Mali

Das von islamistischen Rebellen geplagte Mali erhält militärische Unterstützung: Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete einstimmig die Entsendung einer afrikanischen Friedenstruppe.

Demonstranten fordern den Einsatz einer Friedenstruppe: Demonstration im Zentrum von Bamako, der Hauptstadt Malis. (11. Oktober 2012)
Demonstranten fordern den Einsatz einer Friedenstruppe: Demonstration im Zentrum von Bamako, der Hauptstadt Malis. (11. Oktober 2012)
AFP

Das von islamistischen Rebellen bedrohte Mali bekommt Hilfe von den Vereinten Nationen. Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete heute einstimmig eine Resolution, die Unterstützung für eine afrikanische Friedenstruppe verspricht. Zuvor sollten aber noch einmal alle diplomatischen Möglichkeiten ausgelotet werden. Die Regierung des westafrikanischen Staates hatte die UNO um Hilfe gebeten.

Dabei geht es aber nicht um eine Schutztruppe im direkten Auftrag der Vereinten Nationen. Stattdessen könnte die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas oder sogar die Afrikanische Union selbst ein Kontingent aufstellen.

Über eine Unterstützung soll aber erst nach einem Bericht von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Situation im Land entschieden werden, der in spätestens 45 Tagen vorliegen muss.

UNO-Staaten helfen mit Logistik und Ausrüstung

Die UNO-Staaten sollen dann mit Ausrüstung und Logistik helfen. Vor allem sollten aber ausländische Experten in Mali die Regierungstruppen ausbilden.

Ähnliche Pläne werden auch von der Europäischen Union geprüft. Brüssel will darüber am Montag entscheiden, die UNO-Resolution soll aber als Grundlage dienen.

Im März war das instabile Land durch einen Putsch weiter geschwächt worden. Im zur Sahara gehörenden Nordteil Malis haben muslimische Extremisten mit Unterstützung ausländischer Al-Kaida-Mitglieder die Kontrolle übernommen. Fast eine halbe Million Menschen sollen geflohen sein. In der Resolution sind auch Sanktionen gegen die Rebellen und ihre Unterstützer genannt.

(SDA)

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