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Überfall mit Kanus: Boko Haram greift im Tschad an

Die Terrorsekte Boko Haram hat zum ersten Mal im Tschad ein Dorf attackiert. Zudem schlugen die Jihadisten erneut in Nigeria zu.

Tschadische Soldaten in der Nähe der nigerianischen Stadt Gamboru, an der Grenze zu Kamerun. (1. Februar 2015)
Tschadische Soldaten in der Nähe der nigerianischen Stadt Gamboru, an der Grenze zu Kamerun. (1. Februar 2015)
Marle, AFP

Mutmassliche Kämpfer der Terrorgruppe Boko Haram haben erstmals ein Ziel im Tschad angegriffen. Wie der tschadische Armeesprecher Oberst Azem Bermandoa bestätigte, wurde am Morgen das Dorf Ngouboua attackiert. Es sei nicht klar, wie viele Zivilisten dabei ums Leben kamen. Die Extremisten hätten sich verteilt und würden nun vom Militär verfolgt, sagte er.

Die Angreifer seien mit drei Kanus vom See her gekommen und hätten rund zehn Menschen getötet, bevor sie von der Armee vertrieben worden seien, sagte ein Bewohner des Dorfes. Der See grenzt an den Nordosten Nigerias, wo Boko Haram einen radikalislamischen Staat errichten will.

Mindestens 21 Tote in Nigeria

Bei zwei Angriffen von Boko Haram im Nordosten Nigerias sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Kämpfer der Miliz hätten die Orte Akida und Mbuta im Bundesstaat Borno attackiert und dabei insgesamt 21 Dorfbewohner getötet.

Dies sagten ein örtlicher Behördenvertreter und ein Zeuge. Demnach ereigneten sich die Angriffe am Donnerstagmorgen, die Boko-Haram-Kämpfer hätten auch Häuser und Geschäfte zerstört.

Tausende Menschen geflohen

Aus Angst vor Angriffen von Boko Haram sind auch in Niger Tausende Einwohner der Stadt Diffa auf der Flucht. Auch Niger grenzt an den Tschadsee und hat gemeinsame Grenzen mit Nigeria und dem Tschad.

Die eigentlich in Nigeria agierende Miliz hat in den vergangenen Tagen ihre Überfälle und Selbstmordattentate im Grenzgebiet massiv ausgeweitet. Durch die Gewalttaten der Boko-Haram-Kämpfer im Nordosten Nigerias sind Tausende Menschen ums Leben gekommen – allein im vergangenen Jahr mindestens 10'000.

SDA/rsz

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