Türkei schickt Kampfjets an die Grenze zu Syrien

Syrische Kampfflugzeuge bombardierten offenbar Rebellenstellungen in der Nähe der Grenze zur Türkei. Dabei sollen Bomben nahe der türkischen Stadt Ceylanpinar niedergegangen sein. Ankara reagierte unmittelbar.

Die Türkei reagiert auf die Aggression an der Grenze zu Syrien: Ein türkischer Kampfjet bereitet sich auf den Start vor. (Archivbild)

Die Türkei reagiert auf die Aggression an der Grenze zu Syrien: Ein türkischer Kampfjet bereitet sich auf den Start vor. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Mit der Entsendung der F-16-Jets vom Stützpunkt Diyarbakir an die Grenze zu Syrien habe man auf den Beschuss von Rebellenstellungen in Syrien nahe der türkischen Grenze reagiert, verlautete aus türkischen Sicherheitsbehörden.

Beim Bombardement des von Aufständischen gehaltenen Grenzorts Ras al-Ain seien auch Geschosse auf türkischem Gebiet niedergegangen. Sie landeten demnach in der direkt an Ras al-Ain grenzenden Stadt Ceylanpinar und lösten dort unter der Bevölkerung Panik aus. Es war unklar, ob die Irrläufer von syrischen Truppen oder von Rebellen abgefeuert worden waren.

Putin trifft Erdogan

Die Türkei sieht sich durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien bedroht und will sich künftig mithilfe von Nato-Verbündeten schützen. Dafür beantragte das Land die Stationierung von Patriot-Abwehrraketen.

Heute wird der russische Präsident Wladimir Putin in der Türkei erwartet. Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Tayyip Erdogan ist eine gemeinsame Medienkonferenz geplant.

Gefechte um den Flughafen von Damaskus

In Syrien hat das Militär erneut Gebiete rund um den internationalen Flughafen Damaskus unter Beschuss genommen. Wie das Staatsfernsehen am Montag berichtete, sollte mit dem Einsatz von Luftwaffe und Bodentruppen gegen «Stützpunkte von Terroristen» die Sicherheit in der Hauptstadt gewährleistet werden.

Der Rebellenkommandant Abu Nidal sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass es Kämpfern gelungen sei, die Elektrizitätsversorgung des Flughafens zu unterbrechen. Von Flughafenseite wurde dies nicht kommentiert.

Schusswechsel an Grenze zu Libanon

Auch an der Grenze zu Libanon kam es zu Gefechten. Libanesische Soldaten lieferten sich mit Rebellen im benachbarten Syrien Schusswechsel über die Grenze hinweg.

Die amtliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Sonntagabend, die Soldaten seien von syrischem Gebiet aus im Bekaa-Tal beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Die libanesischen Streitkräfte teilten mit, bei den Schusswechseln habe es keine Verletzten gegeben.

kpn/sda

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