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Tuareg-Rebellen stoppen Friedensgespräche

Die Rebellengruppen in Mali werfen der Regierung vor, sich nicht an die Abmachungen zu halten. Die Wüstenstämme pochen auf Autonomie. Das kommt in der Hauptstadt Bamako nicht gut an.

Sprechen nicht mehr miteinander: Malischer Soldat und Tuareg-Rebellen. (Archivbild)
Sprechen nicht mehr miteinander: Malischer Soldat und Tuareg-Rebellen. (Archivbild)
Reuters

In Mali sind die Friedensverhandlungen zwischen den Rebellen und der Regierung ins Stocken geraten. Die Tuareg-Rebellen und die arabischen Aufständischen erklärten am Donnerstagabend, die Gespräche zu unterbrechen.

Die Nationale Bewegung der Befreiung von Azawad (MNLA), die arabische Bewegung MAA sowie die Rebellengruppe HCUA warfen der Regierung vor, sich nicht an eine im Juni geschlossene Vereinbarung zu halten. Die Wüstenstämme im Norden des Landes pochen auf weitgehende Autonomie, die Regierung in Bamako lehnt dies ab.

In der riesigen Wüstenregion im Norden des westafrikanischen Staates leben Tuareg, Araber und Schwarzafrikaner seit Jahrhunderten zusammen. Anfang 2012 starteten die Tuareg eine Rebellion, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen. Nach ersten Erfolgen wurden sie von Islamisten zurückgedrängt, mit denen sie zunächst verbündet gewesen waren.

Mit französischer Militärhilfe starteten schliesslich afrikanische Streitkräfte Anfang diesen Jahres eine Offensive gegen die islamistischen Milizen, die inzwischen fast den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht hatten und auf den Süden vorrückten. Nachdem die Aufständischen erfolgreich zurückgedrängt worden waren, fanden Ende Juli Präsidentschaftswahlen statt.

(SDA)

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