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Syrische Armee erschiesst Aktivisten auf der Flucht

Laut Menschenrechtlern sind heute Morgen bei Protesten in Syrien zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem sind Panzer in die Stadt Kahn Scheichun eingefahren.

Die syrische Armee setzt ihren Einsatz gegen Zivilisten in mehreren Städten des Landes mit aller Härte fort. Heute morgen kamen nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens zwei Menschen durch Schüsse von Sicherheitskräften ums Leben.

Ein Mann wurde demnach in Sakba, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, erschossen. Er sei dort vor Festnahmen geflohen, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Eine Frau sei bei einem Armee-Einsatz in der Stadt Kahn Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idleb gestorben.

Schüsse aus dem Stadtzentrum

Das Militär sei im Morgengrauen mit dutzenden Panzern in Kahn Scheichun eingerückt, sagte Abdel Rahman. Die Soldaten und Sicherheitskräfte seien mit Bussen und Truppentransportern in die Stadt gefahren worden, aus der später Schüsse zu hören gewesen seien.

Bei der blutigen Unterdrückung der Protestbewegung in Syrien kamen nach Angaben von Menschenrechtlern seit Mitte März mehr als 2000 Menschen ums Leben, darunter mehr als 1700 Zivilisten. Am Donnerstag war die Armee in weitere syrische Städte eingerückt und hatte dabei nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 16 Menschen getötet.

Zwölf von ihnen kamen demnach in Kusair in der zentralsyrischen Provinz Homs ums Leben. Drei weitere Menschen seien in der östlichen Ölstadt Deir Essor gestorben, einen weiteren Toten habe es in der Hafenstadt Lattakia gegeben. Für Freitag hat die syrische Opposition zu neuen Massenprotesten aufgerufen.

SDA/miw

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