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«Syrien droht ein Szenario wie im Irak nach 2003»

Syriens Aufständische wollen an die Waffen. Sind bereits westliche Geheimdienste – wie in Libyen – am Werk? Dazu Syrien-Experte André Bank.

Matthias Chapman

Herr Bank, die syrische Opposition fordert die Einrichtung einer Flugverbotszone über ihrem Land. Ist das realistisch? Es gibt international keine Akteure, die im Moment bereit wären, eine solche Flugverbotszone durchzusetzen. Die Nato ist immer noch gebunden in Libyen. Weder aus Frankreich, noch aus Grossbritannien oder den USA kommen entsprechende Signale. Es fehlt schlicht der politische Wille der internationalen Gemeinschaft.

Das muss auch der syrischen Opposition klar sein. Warum trotzdem diese Forderung? Nach sechs Monaten anhaltender Gewalt im Land ist die Verzweiflung gross. Der Aufstand in Syrien kann bis jetzt keine richtigen Erfolge verbuchen. Im Gegensatz zur Revolte in Libyen mit dem Rebellenzentrum Benghazi konnte man in Syrien bislang keine «befreiten Gebiete» etablieren. In den beiden wichtigsten Städten – Damaskus und Aleppo – hat der Protest gar nicht stattgefunden. Die Mittel- und Oberschicht Syriens scheint sich bisher überhaupt nicht am Protest zu beteiligen. Auch das ein Gegensatz zu Libyen.

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