Zum Hauptinhalt springen

Steine auf den US-Botschafter in Syrien

Regimenahe Demonstranten haben in Damaskus den US-Botschafter Robert Ford bedroht und beschimpft. Dieser hatte sich mit einem Oppositionellen getroffen.

rub
Der Zorn von Anhängern des syrischen Regimes hat sich auf ihn gerichtet: US-Botschafter Robert Ford, hier vor einer Senatskommission in Washington vor seiner Ernennung zum Gesandten in Damaskus. (16. März 2010)
Der Zorn von Anhängern des syrischen Regimes hat sich auf ihn gerichtet: US-Botschafter Robert Ford, hier vor einer Senatskommission in Washington vor seiner Ernennung zum Gesandten in Damaskus. (16. März 2010)
Keystone

Augenzeugen berichteten, mehr als 100 Menschen hätten sich heute vor einem Gebäude versammelt, in dem sich der Diplomat mit dem oppositionellen Anwalt Hassan Abdul Azim unterhielt.

Abdul Azim sagte der Nachrichtenagentur dpa am Telefon, die Protestierenden hätten gegen die Eingangstür des Gebäudes getrommelt und die USA mit Rufen verschmäht. Später seien Angehörige der Sicherheitskräfte gekommen, um sie zu vertreiben.

Gespräch über Natur der Proteste

Der Botschafter konnte laut Augenzeugen in sein Auto steigen. Als er und seine Begleiterin losfuhren, wurde ihr Fahrzeug mit Steinen und Tomaten beworfen. Aus der Botschaft hiess es anschliessend, Ford sei unverletzt in sein Büro zurückgekehrt.

Der Oppositionelle Abdul Azim sagte zum Inhalt seines Gespräches mit Botschafter Ford: «Wir sprachen darüber, dass die Proteste gegen das Regime friedlich bleiben müssen.»

Am vergangenen Samstag war bereits der französische Botschafter Eric Chevalier in Damaskus Opfer einer Eierwerfer-Attacke von Regimetreuen geworden. Chevalier und Ford hatten in den vergangenen Monaten mehrfach die Gewalt des Regimes gegen Demonstranten kritisiert.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch