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Selbstmordattentäterin tötet Dutzende IS-Kämpfer

Die IS-Extremisten sind nur noch zwei Kilometer vom Zentrum der belagerten Kurdenstadt Kobani entfernt. Erstmals flogen auch niederländische und australische Kampfjets Einsätze.

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Kurdische Kämpfer haben nach Angaben von Aktivisten einen neuen Angriff der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf die syrische Stadt Kobani abgewehrt. IS-Kämpfer hätten in der Nacht versucht, die Stadt von Osten und Westen aus zu stürmen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Es habe heftige Kämpfe gegeben, die nun etwas nachgelassen hätten. Sporadisch habe es noch IS-Angriffe mit Mörsergranaten gegeben. Der Chef der selbst ernannten Regionalregierung von Kobani, Anwar Muslim, sagte der Nachrichtenagentur dpa, mittlerweile kämpften 5000 Kurden in Kobani.

Gestern wurden laut der Beobachtungsstelle mindestens 19 kurdische Kämpfer und 27 IS-Extremisten getötet. Zudem sprengte sich eine kurdische Selbstmordattentäterin nach Angaben von Aktivisten bei Kobani in die Luft und riss mehrere IS-Kämpfer in den Tod. Die Frau sei Mitglied der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) gewesen, sagte der YPG-Kommandant in Kobani nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Welati.

Die Frau sei in das von IS-Kämpfern kontrollierte Gebiet südlich von Kobani vorgedrungen und habe den Anschlag verübt, berichtete Welati. Die Seite Hawar News, die eng mit der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) verbunden ist, bestätigt den Selbstmordanschlag.

Kobani (arabisch: Ain al-Arab) an der syrisch-türkischen Grenze ist seit zwei Wochen heftig umkämpft. Kurdische Kämpfer wehrten den Vormarsch der IS-Miliz trotz mangelhafter militärischer Ausrüstung bislang ab.

Unterstützung erhielten sie dabei durch Luftangriffe der internationalen Allianz gegen die IS-Kämpfer. Allerdings konnten die IS-Milizen dennoch bis auf wenige Kilometer an die Stadt heranrücken. Seit Beginn der Gefechte flohen mehr als 180'000 Menschen aus Kobani und den umliegenden Dörfern über die Grenze in die Türkei.

Erste australische Kampfjets im Einsatz

Seit Anfang August fliegt die US-Luftwaffe Angriffe auf IS-Stellungen im Irak, seit Ende September ausserdem in Syrien. Unterstützt werden sie dabei von Jordanien, Saudiarabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Aus Europa erhält die Koalition militärische Unterstützung von Frankreich und Grossbritannien.

Gestern flogen erstmals auch niederländische Kampfbomber über dem Irak. Die F-16-Flugzeuge sollen Luftunterstützung für irakische und kurdische Bodentruppen leisten. Das australische Militär teilt mit, auch erste australische Kampfjets seien im Irak zum Einsatz gekommen. Luftangriffe gab es demnach aber noch nicht.

(SDA)

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