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Schiff von Gaza-Aktivisten gestoppt

Die israelischen Streitkräfte haben wie angekündigt ein Boot mit jüdischen Aktivisten gestoppt, die Hilfe in den abgeriegelten Gazastreifen bringen wollten. Die Besatzung der «Irene» habe keinen Widerstand geleistet.

Die jüdischen Aktivisten wollen zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstütze: Schiff der Aktivisten unterwegs nach Gaza.
Die jüdischen Aktivisten wollen zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstütze: Schiff der Aktivisten unterwegs nach Gaza.
Keystone

Das Boot wurde von der Marine angehalten und soll nun zu einem israelischen Hafen geschleppt werden. Im Mai hatten israelische Kommandoeinheiten eine türkische Flotille auf dem Weg zum Gazastreifen mit Waffengewalt gestoppt und neun propalästinensische Aktivisten getötet. Der blutige Einsatz führte zu scharfen internationalen Protesten und richtete die internationale Aufmerksamkeit erneut auf die schon seit drei Jahren bestehende Blockade des Autonomiegebiets, die von Israel danach geringfügig gelockert wurde.

Die jüdischen Aktivisten aus Deutschland, Israel, Grossbritannien und den USA waren am Sonntag von Nordzypern aus in See gestochen. Ihre Aktion solle zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstützten, erklärten sie. Die Gruppe wollte Spielzeug, medizinische Güter, Motoren für Fischerboote und Bücher in den Gazastreifen bringen. Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums hatte die Aktion als «provokativen Witz» kritisiert.

dapd/ske

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