Zum Hauptinhalt springen

Schelte vom einstigen Verbündeten

Mahmoud Ahmadinedjad hat zum ersten Mal die «Massaker» in Syrien verurteilt. Bisher galt der Iran als ein wichtiger Verbündeter von Bashar Assad und soll bei der Gewalt selber die Hände im Spiel gehabt haben.

Sprach gegenüber der CNN über Syrien: Präsident Mahmoud Ahmadinedjad.
Sprach gegenüber der CNN über Syrien: Präsident Mahmoud Ahmadinedjad.
Keystone

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinedjad hat erstmals die Gewalt in Syrien verurteilt. «Wir verurteilen die Tote und Massaker in Syrien, egal ob die Opfer den Sicherheitskräften, der Opposition oder der Bevölkerung angehören», sagte Ahmadinedjad am Samstag dem US-Nachrichtensender CNN. Ende August hatte der iranische Aussenminister Ali Salehi gesagt, im Jemen, in Syrien oder jedem anderen Land gebe es einige legitime Forderungen des Volkes, auf die die betreffenden Regierungen so schnell wie möglich reagieren sollten.

Der Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten von Syriens Präsident Bashar al-Assad. Unbestätigten Berichten zufolge unterstützten iranische Revolutionsgarden die syrische Regierung bei der Verfolgung der Opposition.

Erneute Razzien und Tote

Auch heute wurden beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Mitglieder der Protestbewegung und bei Gefechten mit mutmasslichen Deserteuren erneut zwölf Menschen getötet. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden in der zentralsyrischen Stadt Homs fünf Menschen bei Razzien oder durch Heckenschützen getötet. Drei Soldaten wurden von Bewaffneten erschossen, bei denen es sich womöglich um Deserteure handelte. Ein weiterer Zivilist erlag seinen Verletzung aus der Vornacht.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation wurde in der nördlichen Region Idleb bei Gefechten zwischen der Armee und mutmasslichen Deserteuren ein Zivilist getötet. Ein Soldat im Urlaub wurde demnach von einem Heckenschützen erschossen, während in der südlichen Stadt Daraa ein Mann bei der gewaltsamen Auflösung einer Protestkundgebung ums Leben kam.

Den Angaben zufolge drangen im Morgengrauen 5000 Sicherheitskräfte in mehrere Ortschaften am Rand der Hauptstadt Damaskus ein und nahmen dutzende Einwohner fest.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch