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Saudiarabien zieht Botschafter aus Syrien ab

Nun sorgt sich selbst Saudiarabien um die Lage in Syrien. Nichts könne die «Entwicklungen» in dem Land rechtfertigen, heisst es. Auch Kuwait hat grosse Bedenken – und handelt.

Ein Bild aus besseren Tagen: Syriens Präsident Assad verleiht dem saudischen König Abdullah im Oktober 2009 eine Ehrenmedaille.
Ein Bild aus besseren Tagen: Syriens Präsident Assad verleiht dem saudischen König Abdullah im Oktober 2009 eine Ehrenmedaille.
Keystone

Nach Saudiarabien hat auch Kuwait seinen Botschafter aus Syrien abberufen. Der Spitzendiplomat sei für Beratungen zurückgerufen worden, sagte Aussenminister Scheich Mohammed al-Salem al-Sabah vor Journalisten.

Er kündigte an, dass die Aussenminister der Golf-Staaten in Kürze zusammenkämen, um die Lage in Syrien zu besprechen, wo die Sicherheitskräfte seit Monaten massiv gegen Regimekritiker vorgehen.

In der vergangenen Woche eskalierte die Gewalt, seitdem nimmt der internationale Druck auf Präsident Baschar al-Assad zu. Saudiarabien berief seinen Botschafter ab und kritisierte die syrische Führung in ungewohnt scharfen Worten. Die Arabische Liga forderte ein Ende der Gewalt.

Die türkische Regierung erklärte, ihre Geduld mit Assad sei am Ende. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erneuerte seinen Aufruf, das massive Vorgehen gegen die Demokratiebewegung einzustellen.

Offensive der Armee geht weiter

Syrische Regierungstruppen haben die Stadt Deir el Sur erneut unter Beschuss genommen. Am Sonntag waren in der Stadt im Osten des Landes nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 42 Menschen von den Streitkräften getötet worden.

In den frühen Morgenstunden sei Maschinengewehr- und Artilleriefeuer zu hören gewesen, teilten die örtlichen Koordinierungskomitees mit, die die Proteste gegen Präsident Bashar Assad organisieren.

SDA/jak

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