Zum Hauptinhalt springen

Salehs Truppen schiessen mit Granaten auf Trauerversammlung

Jemenitische Regierungstruppen sollen in Sanaa eine Trauerfeier der Opposition mit Mörsergranaten angegriffen haben. Damit verletzten sie die Waffenruhe, die am Vorabend in Kraft getreten war.

Auch nach dem Rücktritt Salehs gehen die Proteste und die Gewalt weiter: Demonstranten auf einem gepanzerten Fahrzeug übergelaufener Soldaten in Sanaa. (24. November 2011)
Auch nach dem Rücktritt Salehs gehen die Proteste und die Gewalt weiter: Demonstranten auf einem gepanzerten Fahrzeug übergelaufener Soldaten in Sanaa. (24. November 2011)
Reuters
Zu den Gegnern des Regimes übergelaufene Soldaten bewachen einen Demonstrationszug in Sanaa. (24. November 2011)
Zu den Gegnern des Regimes übergelaufene Soldaten bewachen einen Demonstrationszug in Sanaa. (24. November 2011)
Reuters
Auch in anderen Städten tobt der Kampf: Die Strassen von Taiz, einer Stadt im Süden des Landes, wurden ebenfalls mit Steinen blockiert. (4. Juni)
Auch in anderen Städten tobt der Kampf: Die Strassen von Taiz, einer Stadt im Süden des Landes, wurden ebenfalls mit Steinen blockiert. (4. Juni)
Reuters
1 / 32

Beim Beschuss einer Trauerkundgebung sowie einer zur Opposition übergelaufenen Panzerdivision haben jemenitische Regierungstruppen heute 16 Menschen getötet. Neun Menschen starben, als die Soldaten in der Hauptstadt Sanaa das Feuer auf Zehntausende Demonstranten eröffneten, die sich auf einem grossen Platz versammelt hatten, um den zuvor getöteten Regierungsgegnern die letzte Ehre zu erweisen, berichteten Augenzeugen sowie ein Arzt.

Sieben weitere Menschen, darunter zwei Zivilisten, kamen beim Beschuss des ebenfalls in Sanaa gelegenen Hauptquartiers der Ersten Panzerdivision ums Leben. Die Division hatte sich bereits im März der Opposition angeschlossen. Die Regierungssoldaten verletzten damit eine am Vorabend in Kraft getretene Waffenruhe.

Zehntausende Menschen trauerten

Zur Beisetzung von Oppositionsanhängern, die in den vergangenen drei Tagen eskalierender Gewalt zwischen Regierungstruppen und Regimegegnern getötet worden waren, versammelten sich in Sanaa Zehntausende Menschen. Der Beschuss mit Mörsergranaten galt laut Augenzeugen einem Teil des sogenannten Platzes des Wandels, auf dem Demonstranten seit Februar den Rücktritt des langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh fordern.

Seit Sonntagnacht kamen im Jemen bei wieder aufgeflammten Auseinandersetzungen zwischen Regierungssoldaten und Oppositionsanhängern mehr als 80 Menschen ums Leben. Bewohner von Sanaa hatten die vorübergehende Ruhe am Mittwoch genutzt, um Nahrungsmittel und andere wichtige Vorräte zu kaufen.

dapd/afp/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch