Rebellen erobern strategisch wichtigen Staudamm

In Syrien verbuchen die Rebellen zurzeit Geländegewinne. Neben Eroberungen im Umland von Damaskus und Aleppo haben sie einen Staudamm am Euphrat im Norden des Landes eingenommen.

Die Rebellen haben sich mit kurdischen Kämpfern auf eine Waffenruhe geeinigt: Ein Mitglieder der «Freien syrischen Armee» in der Stadt Ras al Ajn. (25. November 2012)

Die Rebellen haben sich mit kurdischen Kämpfern auf eine Waffenruhe geeinigt: Ein Mitglieder der «Freien syrischen Armee» in der Stadt Ras al Ajn. (25. November 2012)

(Bild: Reuters)

Die syrischen Rebellen befinden sich weiter auf dem Vormarsch: Nach tagelangen Kämpfen eroberten sie nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute einen strategisch wichtigen Staudamm im Norden des Landes am Euphrat. Der Tischrin-Damm nahe der Stadt Manbidsch, dessen Wasserkraftwerk mehrere Landesteile mit Strom versorge, sei vor Tagesanbruch eingenommen worden, berichtete der Leiter der in London ansässigen Beobachtungsstelle. Amateurvideos zeigten Bewaffnete im Kontrollraum des Damms. «Die Freie Syrische Armee hat den Tischrim-Damm vollständig befreit», sagte ein Kämpfer in einem anderen Video.

Die syrischen Rebellen meldeten zudem weitere Geländegewinne im Umland von Damaskus und in der Provinz Aleppo. Die Regimegegner meldeten, heute seien landesweit 20 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden. Gestern sollen im syrischen Bürgerkrieg 140 Menschen ihr Leben verloren haben.

Waffenruhe mit kurdischen Kämpfern

Heute schlossen Rebellen und regierungstreue kurdische Kämpfer ausserdem eine Waffenruhe in der Stadt Ras al Ajn nahe der türkischen Grenze, die Kämpfer der Opposition kürzlich eingenommen hatten. Seitdem war es aber immer wieder zu Gefechten zwischen ihnen und den kurdischen Kämpfern gekommen. Beide Seiten einigten sich heute auf einen Abzug ihrer Milizen aus der Stadt und einen Gefangenenaustausch.

Ein gemeinsamer Rat soll nun das tägliche Leben in der Stadt organisieren. Tausende Bewohner, die vor den Kämpfen geflüchtet seien, hätten begonnen, in ihre Häuser zurückzukehren, sagte Abdul-Rahman von der Beobachtungsstelle.

rbi/sda

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