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Rebellen erobern Präsidentenpalast im Jemen

Kämpfer der schiitischen Huthi-Miliz halten die Residenz des Präsidenten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa besetzt. Sie belagern auch den Sitz des Ministerpräsidenten.

Proteste: Huthi-treue Armee- und Polizeioffiziere demonstrieren in Sanaa. (23. Januar 2015)
Proteste: Huthi-treue Armee- und Polizeioffiziere demonstrieren in Sanaa. (23. Januar 2015)
Reuters
Rücktritt: Der jemenitische Präsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi nach einer Ansprache in der UNO. (26. September 2014)
Rücktritt: Der jemenitische Präsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi nach einer Ansprache in der UNO. (26. September 2014)
Jason DeCrow, AP
Hadi war zunächst Vizepräsident unter Staatschef Ali Abdullah Saleh, der 2011 allerdings durch eine Volksrevolte gestürzt wurde. Hadi hatte daraufhin die Macht übernommen.
Hadi war zunächst Vizepräsident unter Staatschef Ali Abdullah Saleh, der 2011 allerdings durch eine Volksrevolte gestürzt wurde. Hadi hatte daraufhin die Macht übernommen.
Mohammed Huwais, AFP
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Kämpfer der schiitischen Huthi-Miliz haben heute Abend den Präsidentenpalast in Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. Oberst Saleh al-Jamalani, der Kommandeur der Leibgarde von Präsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi, sprach von einem Putsch. Hadi war nach Berichten jemenitischer Medien mit einem Helikopter aus dem belagerten Komplex ausgeflogen worden. Seine Residenz in einem anderen Teil der Stadt lag nach Berichten von Augenzeugen ebenfalls unter Beschuss. Er soll sich dort aufhalten und unversehrt sein. Informationsministerin Nadia al-Sakkaf sprach in einer über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Erklärung ebenfalls von einem Versuch, die Regierung zu stürzen.

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