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Rakete trifft auf dem Sinai versehentlich Arbeiterbus

Bei einem Anschlag auf der Sinai-Halbinsel gab es drei Tote und 16 Verletzte. Die Muslimbrüder verurteilen die regelmässige Gewalt in diesem Gebiet.

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Anschlägen von militanten Extremisten: Ein ausgebranntes Fahrzeug wird abtransportiert. (12. Juli 2013)
Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Anschlägen von militanten Extremisten: Ein ausgebranntes Fahrzeug wird abtransportiert. (12. Juli 2013)
Keystone

Bei einem Raketenangriff auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind am Montagmorgen drei Arbeiter getötet und 16 verletzt worden. Sicherheitskreise berichteten, militante Extremisten hätten kurz nach Mitternacht auf ein gepanzertes Polizeifahrzeug auf einer Strasse südlich von Al Arisch gezielt, stattdessen aber einen Bus mit Arbeitern einer Zementfabrik getroffen. Bei einem weiteren Angriff sei eine im Bau befindliche Polizeiwache zerstört worden, ein Anwohner sei schwer verletzt worden.

Der Generalsekretär der politischen Partei der Muslimbruderschaft, Hussein Ibrahim, verurteilte die zunehmende Gewalt in dem Gebiet. Diese Angriffe hätten das Ziel, Ägypten in Richtung Gewalt zu steuern und «den Putsch gegen die Rechtmässigkeit zu rechtfertigen», erklärte der Generalsekretär der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit auf seiner Facebook-Seite.

Die Muslimbruderschaft betrachtet den abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi weiterhin als rechtmässiges Staatsoberhaupt. Seit Mursis Absetzung haben militante Gruppen auf dem Sinai ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte verstärkt. In den vergangenen zehn Tagen wurden mindestens zehn Sicherheitsbeamte getötet. Auch zwei Christen wurden getötet, darunter ein Priester. Auf eine Gasleitung nach Jordanien wurde ein Anschlag verübt.

AP/chk

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