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Präsident von Burundi warnt Protestierende – Anhänger feiern

Nach dem gescheiterten Putschversuch verlangt der burundische Präsident Pierre Nkurunziza ein Ende der Demonstrationen. Der Anführer des Putschversuchs soll sich auf der Flucht befinden.

Feiern ausgelassen: Anhänger von Präsident Pierre Nkurunziza in Bujurmba. (15. Mai 2015)
Feiern ausgelassen: Anhänger von Präsident Pierre Nkurunziza in Bujurmba. (15. Mai 2015)
AP Photo/Jerome Delay
Nach seiner Rückkehr warnte Nkurunziza die Protestierenden vor weiteren Demonstrationen. (15. Mai 2015)
Nach seiner Rückkehr warnte Nkurunziza die Protestierenden vor weiteren Demonstrationen. (15. Mai 2015)
Goran Tomasevic, Reuters
Zum Putsch kam es als er im Ausland weilte: Nkurunziza (Mitte) in Tansania. (13. Mai 2015)
Zum Putsch kam es als er im Ausland weilte: Nkurunziza (Mitte) in Tansania. (13. Mai 2015)
Reuters
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Nach dem gescheiterten Putschversuch in Burundi hat Präsident Pierre Nkurunziza das Volk zur Ruhe aufgerufen. Sämtliche Feindseligkeiten und Demonstrationen müssten sofort ein Ende haben, sagte er am Freitagabend in der Hauptstadt Bujumbura. Protestler sollten auf Dialog setzen, nicht auf Gewalt und Revolte, fügte er hinzu.

Am Mittwoch hatte der ehemalige Geheimdienstchef Niyombare Präsident Nkurunziza für abgesetzt erklärt. Der Staatschef befand sich zu diesem Zeitpunkt im Ausland. Den Putschisten gelang es jedoch nicht, die gesamte Armee hinter sich zu bringen. Es kam zu Kämpfen mit regierungstreuen Einheiten in Bujumbura. Am Freitag war es dann weitgehend ruhig. Drei mutmassliche Rädelsführer wurden nach Angaben der Regierung festgenommen. Der Anführer des Putschversuchs, Armeegeneral Godefroid Niyombare, sei aber noch auf der Flucht, hiess es.

Verfassungswidrige dritte Amtszeit

Die Proteste richten sich gegen Nkurunzizas Kandidatur für eine dritte Amtszeit. Kritiker halten diese für verfassungswidrig, weil Nkurunziza bereits zwei Wahlperioden im Amt ist. Der Staatschef argumentiert dagegen, er sei für seine erste Amtszeit vom Parlament gewählt worden und dürfe sich daher noch ein zweites Mal der Direktwahl durch das Volk stellen. Der Urnengang ist für den 26. Juni angesetzt.

Bei den seit Ende April anhaltenden Unruhen wurden in Burundi mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 220 verletzt. Mehr als 105'000 Menschen flohen in Nachbarländer.

(AP)

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