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Ouattaras Anhänger erobern Landstreifen in der Elfenbeinküste

Im vom Bürgerkrieg gelähmten Land halten die Kämpfe zwischen Rebellen und Anhängern des umstrittenen Präsidenten Laurent Gbagbo an. Heute haben Aufständische eine weitere Stadt im Westen des Landes erobert.

Strassensperren sollen die Regierungstruppen am Weiterzug hindern: Aufständische in einem Vorort der Hauptstadt Abidjan.
Strassensperren sollen die Regierungstruppen am Weiterzug hindern: Aufständische in einem Vorort der Hauptstadt Abidjan.
Keystone

Zu Opfern der Kämpfe um die Stadt Toulepleu wurden keine Angaben gemacht. Bewohner von nahen Dörfern in Liberia berichteten über verletzte Soldaten, die auf der Suche nach medizinischer Hilfe waren. Einwohner von Toulepleu seien auf der Flucht.

Rebellen aus dem Norden haben sich auf die Seite des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara geschlagen und drängen in den Süden. Dabei kam es zu den schwersten Kämpfen seit dem Bürgerkrieg von 2002/2003.

Drei Tote und 30 Verletzte

Das Innenministerium teilte mit, bei einem Angriff auf ein dem Präsidenten loyales Dorf seien drei Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Das Dorf liegt in einem Aussenbezirk des Regierungssitzes Abidjan. Der Bezirk wird von Aufständischen kontrolliert, die sich zu Ouattara bekennen.

Nach Uno-Angaben kamen seit der Wahl im November 2010 mindestens 365 Menschen ums Leben. Diplomaten rechnen jedoch mit weit mehr. Gbagbo kann sich auch deshalb an der Macht halten, weil ihm die Sicherheitskräfte in grossen Teilen weiter Gefolgschaft leisten.

Die internationale Gemeinschaft erkennt seinen Konkurrenten Ouattara als Wahlsieger an und versucht, den Präsidenten mit Sanktionen zu treffen. Beide haben eine Regierung ernannt, die jedoch auf keiner Seite richtig arbeiten kann. Die Wirtschaft ist wie gelähmt.

SDA/ dapd/pbe

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