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Massive Krawalle in Ägypten – drei Tote

In mehreren Städten Ägyptens gerieten Anhänger und Gegner von Präsident Mursi aneinander. Bei den Ausschreitungen wurde auch ein amerikanischer Fotograf niedergestochen. Die USA warnt vor Reisen in das Land.

Die Regierungsbildung schreitet voran: Mohammed al-Baradei wird vom Interimspräsidenten Adli Mansur als Vizepräsident vereidigt. (14. Juli 2013)
Die Regierungsbildung schreitet voran: Mohammed al-Baradei wird vom Interimspräsidenten Adli Mansur als Vizepräsident vereidigt. (14. Juli 2013)
Die Anhänger der Muslimbruderschaft fordern vor der Rabaa al-Adawija-Moschee die Wiedereinsetzung von Mohammed Mursi. (12. Juli 2013)
Die Anhänger der Muslimbruderschaft fordern vor der Rabaa al-Adawija-Moschee die Wiedereinsetzung von Mohammed Mursi. (12. Juli 2013)
Die Mursi-Anhänger wollen solange auf die Strassen Ägyptens gehen, bis ihr Präsident wieder im Amt ist. (12. Juli 2013)
Die Mursi-Anhänger wollen solange auf die Strassen Ägyptens gehen, bis ihr Präsident wieder im Amt ist. (12. Juli 2013)
Die Muslumbrüder beten gemeinsam auf dem Rabaa al-Adawija-Platz. (12. Juli 2013)
Die Muslumbrüder beten gemeinsam auf dem Rabaa al-Adawija-Platz. (12. Juli 2013)
Die Demonstrationen in Ägypten gehen weiter: Zehntausende erscheinen zum «Marsch der Millionen». (12. Juli 2013)
Die Demonstrationen in Ägypten gehen weiter: Zehntausende erscheinen zum «Marsch der Millionen». (12. Juli 2013)
Wollen Mursi zurück im Amt: Anhänger der Muslimbrüder beim Freitagsgebet auf dem Rabaa-Adawiya-Platz in Kairo. (12. Juli 2013)
Wollen Mursi zurück im Amt: Anhänger der Muslimbrüder beim Freitagsgebet auf dem Rabaa-Adawiya-Platz in Kairo. (12. Juli 2013)
Der Zorn ist gross: Ein Anhänger Mursis in Nasr City, Kairo. (12. Juli 2013)
Der Zorn ist gross: Ein Anhänger Mursis in Nasr City, Kairo. (12. Juli 2013)
Die Proteste der Mursi-Anhänger dauern an: Demonstranten in Kairo. (10. Juli 2013)
Die Proteste der Mursi-Anhänger dauern an: Demonstranten in Kairo. (10. Juli 2013)
Will die Regierungsbildung bald abschliessen: Ägyptens Übergangsministerpräsident Hasem al-Beblawi (9. Juli 2013)
Will die Regierungsbildung bald abschliessen: Ägyptens Übergangsministerpräsident Hasem al-Beblawi (9. Juli 2013)
Rebellieren gegen den «Staatsstreich»: Muslimbrüder in Kairo. (10. Juli 2013)
Rebellieren gegen den «Staatsstreich»: Muslimbrüder in Kairo. (10. Juli 2013)
Will bis Ende Jahr Wahlen durchgeführt haben: Ägyptens Übergangspräsident Adli Mansur (Mitte) bei seiner Vereidigung. (4. Juli 2013)
Will bis Ende Jahr Wahlen durchgeführt haben: Ägyptens Übergangspräsident Adli Mansur (Mitte) bei seiner Vereidigung. (4. Juli 2013)
Gewalt in Kairo: Ein Mann trauert in Kairo um seinen getöteten Bruder. (8. Juli 2013)
Gewalt in Kairo: Ein Mann trauert in Kairo um seinen getöteten Bruder. (8. Juli 2013)
Die Lage eskaliert: Eine blutverschmierte ägyptische Flagge weht über den Anhängern von Mohammed Mursi. (8. Juli 2013)
Die Lage eskaliert: Eine blutverschmierte ägyptische Flagge weht über den Anhängern von Mohammed Mursi. (8. Juli 2013)
Wollen den Protest weiterführen: Anhängerinnen Mursis blockieren die Strasse vor einer Kaserne in Kairo. (8. Juli 2013)
Wollen den Protest weiterführen: Anhängerinnen Mursis blockieren die Strasse vor einer Kaserne in Kairo. (8. Juli 2013)
Am Morgen des 8. Juli eskaliert die Situation: Sicherheitskräfte und Anhänger der Muslimbrüder liefern sich einen Kampf. Eine Kaserne in Kairo wird in Brand gesetzt.
Am Morgen des 8. Juli eskaliert die Situation: Sicherheitskräfte und Anhänger der Muslimbrüder liefern sich einen Kampf. Eine Kaserne in Kairo wird in Brand gesetzt.
Gegner und Unterstützer von Mursi gehen auf einer Brücke über dem Nil aufeinander los. (5. Juli 2013)
Gegner und Unterstützer von Mursi gehen auf einer Brücke über dem Nil aufeinander los. (5. Juli 2013)
Die Muslimbrüder reagierten mit Protesten auf die Absetzung ihres Präsidenten. (5. Juli 2013)
Die Muslimbrüder reagierten mit Protesten auf die Absetzung ihres Präsidenten. (5. Juli 2013)
Wurde am 4. Juli zum neuen Übergangspräsidenten ernannt: Adli Mansur.
Wurde am 4. Juli zum neuen Übergangspräsidenten ernannt: Adli Mansur.
Zehntausende feiern die Absetzung Mohammed Mursis.(3. Juli2013)
Zehntausende feiern die Absetzung Mohammed Mursis.(3. Juli2013)
Am 3. Juli gab General Abdel Fattah al-Sisi die Entmachtung von Mursi bekannt. Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz reagierten euphorisch und feiern den General als neuen Helden.
Am 3. Juli gab General Abdel Fattah al-Sisi die Entmachtung von Mursi bekannt. Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz reagierten euphorisch und feiern den General als neuen Helden.
Am 2. Juli bot Mursi Armee und Demonstranten noch die Stirn: Während einer Fernsehansprache verweist der ägyptische Präsident Mohammed Mursi auf seine demokratische Legitimation. (2. Juli 2013)
Am 2. Juli bot Mursi Armee und Demonstranten noch die Stirn: Während einer Fernsehansprache verweist der ägyptische Präsident Mohammed Mursi auf seine demokratische Legitimation. (2. Juli 2013)
«Game over»: Klare Botschaft der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. (2. Juli 2013)
«Game over»: Klare Botschaft der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. (2. Juli 2013)
Hunderttausende Menschen versammeln sich zu gemeinsamen Protesten gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi. (2. Juli 2013)
Hunderttausende Menschen versammeln sich zu gemeinsamen Protesten gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi. (2. Juli 2013)
Laut Armee war die Forderung an Mursi kein Putschversuch: Helikopter des ägyptischen Militärs kreisen mit Flaggen über dem Tahrir-Platz. (1. Juli 2013)
Laut Armee war die Forderung an Mursi kein Putschversuch: Helikopter des ägyptischen Militärs kreisen mit Flaggen über dem Tahrir-Platz. (1. Juli 2013)
Am 1. Juli stellte Armeechef Abdel Fattah al-Sisi Präsident Mursi ein Ultimatum.
Am 1. Juli stellte Armeechef Abdel Fattah al-Sisi Präsident Mursi ein Ultimatum.
Kampfansage an die Regierungspartei: Demonstrant vor der zerstörten Zentrale der Muslimbrüder. (1. Juli 2013)
Kampfansage an die Regierungspartei: Demonstrant vor der zerstörten Zentrale der Muslimbrüder. (1. Juli 2013)
Am 30. Juni stecken Regimekritiker die Kaserne der Muslimbruderschaft in Brand.
Am 30. Juni stecken Regimekritiker die Kaserne der Muslimbruderschaft in Brand.
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Bei erneuten Zusammenstössen zwischen Gegnern und Anhängern des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sind mindestens drei Menschen getötet und 130 weitere verletzt worden.

Unter den Toten war ein US-Bürger, wie das Aussenministerium in Washington bestätigte. Die USA riefen alle Beteiligten in Ägypten zur Zurückhaltung auf und ermahnten die Regierung, das Recht auf Meinungsfreiheit zu achten. «Wir können bestätigen, dass in Alexandria in Ägypten ein US-Bürger getötet wurde», sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Patrick Ventrell, in Washington. Nach ägyptischen Behördenangaben handelte es sich um einen 21-Jährigen, der für das amerikanische Kulturzentrum in Alexandria arbeitete und während der Proteste Fotos machte. Ausserdem wurde in Alexandria ein Ägypter getötet.

In der Hafenstadt Port Said am Suez-Kanal wurde zudem ein ägyptischer Journalist getötet, als Unbekannte einen Sprengsatz warfen, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte und mehrere Augenzeugen berichteten. Bei den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage waren bereits vier Menschen getötet worden.

US-Aussenministerium warnt vor Reisen nach Ägypten

Angesichts der Unruhen erlaubten die USA einem Teil ihres Botschaftspersonals die Ausreise. Zudem empfahl das Aussenministerium, nach Möglichkeit von Reisen in das nordafrikanische Land abzusehen.

Am Sonntag jährt sich Mursis Amtsantritt zum ersten Mal. Seine Gegner planen für den Tag Massenkundgebungen, bei denen sie seinen Rücktritt und eine vorgezogene Präsidentschaftswahl fordern wollen. Mursis Kritiker werfen ihm vor allem vor, die Gesetzgebung nach den Prinzipien des Islams verändern zu wollen.

Am Freitag mobilisierten beide Seiten bereits zehntausende Anhänger zu Kundgebungen. Die Unterstützer Mursis folgten einem Aufruf der islamistischen Bewegungen und kamen zur Moschee Rabaa al-Adawija im Vorort Nasr City. «Wir werden einen Staatsstreich gegen den Präsidenten nicht zulassen», rief Mohammed al-Beltagui von den Muslimbrüdern der Menge zu. «Ihr seid nicht die zweite Revolution und wir sind nicht Mubarak», sagte er mit Bezug auf den 2011 gestürzten früheren Staatschef.

Mursi-Gegner auf dem Tahrir-Platz

Auf dem Tahrir-Platz, dem Ausgangspunkt der Revolution von 2011, versammelten sich die Gegner des Präsidenten. Auch im Nildelta und in Port-Said gab es Proteste. Am Abend gab es gewaltsame Auseinandersetzungen in den Provinzen Dakahlija und Beheira im Nildelta. Nach Angaben von Behördenvertretern wurden im ganzen Land 130 Menschen verletzt.

US-Aussenamtssprecher Ventrell ermahnte alle Seiten zur Zurückhaltung. Alle Ägypter hätten das Recht auf freie Meinungsäusserung, sagte er. «Wir haben die Regierung aufgefordert, dieses Recht zu schützen.» Alle Seiten müssten von Gewalt absehen und ihre Meinung friedlich äussern. «Und politische Anführer haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Gruppen keine Gewalt anwenden.»

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International richtete einen entsprechenden Appell an die ägyptische Regierung. Angesichts der Polizeipräsenz bei den Demonstrationen sei es «unerlässlich», dass die Behörden den Sicherheitskräften eindeutige Anweisungen gäben, damit die Beamten die Versammlungsfreiheit schützten und keine Gewalt anwendeten, erklärte die Organisation. Ägyptens Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sissi hatte gewarnt, die Armee werde im Falle von Gewalt bei den Protesten eingreifen.

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