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Libyscher Justizminister schützt Lockerbie-Attentäter

Schottland hat das neue Libyen um Hilfe bei den Ermittlungen zum Anschlag von Lockerbie gebeten. Doch die Übergangsregierung will von dem Vorfall vor 23 Jahren nichts mehr wissen. Der Täter sei schwerkrank.

Schwer krank: der 1988 verurteilte Abdel Baset al Megrahi, hier 2009 in einem Spital in Tripolis.
Schwer krank: der 1988 verurteilte Abdel Baset al Megrahi, hier 2009 in einem Spital in Tripolis.
Keystone

Der Fall des Lockerbie-Attentäters ist für Libyen offenbar abgehakt. Der einzige wegen des Attentats von 1988 verurteilte Täter, Abdel Baset al Megrahi, sei aufgrund seiner Krankheit aus Barmherzigkeit freigelassen worden und es gebe kein Grund dafür, den Fall wieder vor Gericht zu ziehen, sagte der vom Übergangsrat bestimmte Justizminister Mohammed al Alagi. Als Reporter ihn nach al Megrahi fragten, sagte er: «Der Fall ist abgeschlossen.»

Britische Behörden haben die neue Regierung in Libyen um Mithilfe bei der weiteren Aufklärung des schlimmsten Terroranschlags in Grossbritannien gebeten. Der frühere libysche Geheimdienstler wurde 2009 aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft in sein Heimatland entlassen. Damals sagten die Ärzte dem Krebskranken eine Lebenserwartung von drei Monaten voraus.

dapd/miw

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