Libysche Konfliktparteien einigen sich nicht auf Waffenstillstand

Bei Gesprächen in Genf sollten Einzelheiten für den dauerhaften Waffenstillstand geklärt werden. Die Uno will die Verhandlungen noch im Februar fortführen.

Der Uno-Sondergesandte Ghassan Salamé. (6. Februar 2020) Foto: Keystobe

Der Uno-Sondergesandte Ghassan Salamé. (6. Februar 2020) Foto: Keystobe

Die libyschen Konfliktparteien haben ihre Gespräche in Genf ohne Einigung vorerst beendet. Der Uno-Sondergesandte Ghassan Salamé erklärte, die Unterhändler seien übereingekommen, dass die Waffenruhe in dem nordafrikanischen Land in einen dauerhaften Waffenstillstand umgewandelt werden müsse. Es gebe aber noch «Meinungsverschiedenheiten». Die Uno schlug am Samstag eine zweite Runde ab dem 18. Februar vor.

Am Donnerstag hatte Salamé erklärt, die Unterhändler seien «in vielen wichtigen Fragen» vorangekommen. An den Gesprächen in Genf waren fünf Vertreter der von der Uno anerkannten libyschen Einheitsregierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch und ebenso viele Militärangehörige von General Chalifa Haftars Truppen beteiligt.

Bei einer Libyen-Konferenz in Berlin hatte sich im Januar mehr als zehn Staaten unter anderem verpflichtet, die libyschen Konfliktparteien nicht weiter zu unterstützen und das Waffenembargo einzuhalten. Allerdings ist die Abmachung brüchig. Ungeachtet der Beschlüsse der Konferenz werden nach Uno-Angaben weiter Waffen in das Bürgerkriegsland geliefert.

Seit dem gewaltsamen Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 herrscht in Libyen Chaos. Die Einheitsregierung von al-Sarradsch in Tripolis ist schwach. Ein Grossteil des Ostens und Südens des Landes wird von den Truppen von General Haftar kontrolliert, der gegen die Einheitsregierung kämpft.

sda

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