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Libysche Konfliktparteien zu längerem Waffenstillstand bereit

Bei Gesprächen in Genf sollen nun die weiteren Einzelheiten für den dauerhaften Waffenstillstand geklärt werden.

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Etappenerfolg in Genf: UNO-Sondergesandter Ghassan Salamé informiert die Medien. (Keystone/Salvatore Di Nolfi/4. Februar 2020)
Etappenerfolg in Genf: UNO-Sondergesandter Ghassan Salamé informiert die Medien. (Keystone/Salvatore Di Nolfi/4. Februar 2020)

Die libyschen Konfliktparteien erklärten sich nach Angaben der UNO grundsätzlich zu einem Waffenstillstand im Bürgerkriegsland bereit. Sie hätten sich darauf geeinigt, die fragile Waffenruhe zu einem «dauerhaften Waffenstillstand» zu machen.

Das sagte der UNO-Sondergesandte Ghassan Salamé am Dienstag in Genf. Bei den Gesprächen unter UNO-Vermittlung sollten nun die weiteren Einzelheiten für den Waffenstillstand vereinbart werden.

In Genf verhandeln seit Montag fünf Offiziere der von der UNO anerkannten Einheitsregierung von Ministerpräsident Fayez al-Sarraj und ebenso viele Militärangehörige von General Khalifa Haftars Truppen. Bei der Libyen-Konferenz in Berlin am 19. Januar hatten die beiden Konfliktparteien noch nicht an einem Tisch gesessen.

Damals hatten sich mehr als zehn Staaten darauf geeinigt, sich dafür einzusetzen, dass die brüchige Waffenruhe in Libyen in einen dauerhaften Waffenstillstand übergeht. Dazu hatten sich die Staaten unter anderem verpflichtet, die libyschen Konfliktparteien nicht weiter zu unterstützen und das Waffenembargo einzuhalten. Ungeachtet der Beschlüsse der Konferenz wurden danach laut UNO weiter Waffen in das Bürgerkriegsland geliefert.

Chaos nach al-Ghadhafis Sturz

Nach dem gewaltsamen Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Ghadhafi im Jahr 2011 versank Libyen in einem jahrelangen Bürgerkrieg. Zuletzt wurden die beiden Hauptkonfliktparteien aus dem Ausland nicht nur mit militärischem Material, sondern sogar mit Söldnern unterstützt.

An Haftars Seite stehen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Russland. Die Türkei unterstützt dagegen die Einheitsregierung.

(SDA)

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