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Jibril: Ghadhafi hätte 40 Jahre Unterdrückung erklären müssen

Mahmoud Jibril hat gegenüber britischen Medien den Tod des einstigen libyschen Machthabers bedauert. Er hätte Ghadhafi gerne vor Gericht gebracht. Einer Untersuchung des Todes will er nicht im Weg stehen.

Will internationale Beobachter zulassen: Mahmoud Jibril während einer Pressekonferenz.
Will internationale Beobachter zulassen: Mahmoud Jibril während einer Pressekonferenz.
Keystone

Libyens neue Führung hat den Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Ghadhafi bedauert. Er hätte Ghadhafi lieber vor Gericht gesehen, sagte der Chef der Übergangsregierung, Mahmoud Jibril, dem britischen Nachrichtensender BBC am Samstag.

Dort hätte Ghadhafi erklären sollen, warum er das libysche Volk mehr als 40 Jahre unterdrückt habe. Jibril fügte hinzu, dass die Übergangsregierung zu einer vom UNO-Menschenrechtskommissariat geforderten Untersuchung der Todesumstände bereit sei und dazu auch internationale Beobachter zulassen könne. Nach wie vor ist unklar, wie Ghadhafi ums Leben kam. Es gibt den Verdacht, dass er gelyncht wurde.

Widersprüchliche Darstellungen

Ghadhafi wurde am Donnerstag zunächst in einem Wasserrohr unter einer Strasse in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte entdeckt und lebend gefangen genommen. Nach Darstellung des Übergangsrates starb Ghadhafi später in einem Krankenwagen.

Der Fahrer des Wagens sagte allerdings der Nachrichtenagentur Reuters, Ghadhafi sei bereits tot gewesen, als er den Körper in Empfang genommen habe. Ein Sprecher des Übergangsrates hatte erklärt, Ghadhafi sei ins Kreuzfeuer seiner Anhänger und der Regierungstruppen geraten und dabei getötet worden. Die halbnackte Leiche Ghadhafis mit Einschusswunde am Kopf wurde auch noch am Samstag in einem Kühlraum in der Stadt Misrata zur Schau gestellt.

SDA/kpn

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