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IS fordert 200 Millionen Dollar Lösegeld für japanische Geiseln

In einem Video droht die Terrormiliz damit, zwei japanische Geiseln umzubringen. Japans Regierung zeigt sich unbeeindruckt: «Wir werden den Terrorismus bekämpfen, ohne nachzugeben.»

Neues Terrorvideo: IS verbreitet seine Todesdrohung auf Youtube. (20. Januar 2015)
Neues Terrorvideo: IS verbreitet seine Todesdrohung auf Youtube. (20. Januar 2015)
Screenshot Youtube

In einem neuen Video droht die Terrormiliz Islamischer Staat erstmals die Tötung von zwei Geiseln aus Japan an. Für die Freilassung müssten innerhalb der kommenden 72 Stunden 200 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt werden, heisst es in dem Video, das von der für Medienarbeit des IS zuständigen Gruppe Al-Furkan produziert wurde. Der Sprecher in dem Video klingt wie ein britischer Kämpfer, der an anderen vom IS begangenen Enthauptungen beteiligt gewesen war.

Das Video wurde auf Webseiten von Kämpfern veröffentlicht, die mit dem IS verbündet sind. Es zeigt zwei Geiseln in orangefarbenen Overalls. Gemäss AFP Tokyo handelt es sich dabei um die beiden Reporter Haruna Yukawa und Kenji Goto.

Japans Regierung bleibt standhaft

Ein Sprecher der japanischen Regierung teilte gemäss AFP Tokyo mit, man werde den Terrorismus bekämpfen ohne nachzugeben:

Ministerpräsident Shinzo Abe hat die unverzügliche Freilassung der beiden Japaner verlangt. «Ich fordere mit Nachdruck, dass ihnen kein Leid zugefügt wird und sie sofort freigelassen werden», sagte er bei einem Besuch in Jerusalem.

Reaktion auf Japans Unterstützung im Kampf gegen IS

Abe erklärte dazu vor der Presse in Jerusalem, Japan werde die angekündigten 200 Millionen Dollar Finanzbeitrag an die vom IS bedrohten Länder aufrecht erhalten. «Ich bin extrem entrüstet angesichts solch einer Tat», fügte er mit Blick auf die Entführung hinzu.

Der Kämpfer in dem Video sagte mit britischem Akzent, die Japaner seien ins Visier genommen worden, weil sie die westlichen Militäraktionen gegen den IS unterstützten. «Ihr habt stolz 100 Millionen Dollar gespendet, damit unsere Frauen und Kinder getötet werden, damit die Häuser von Muslimen zerstört werden», sagte er.

Bekannte Stimme

Ein Dschihadist mit britischem Akzent war auch in den Videos aufgetreten, die die Enthauptungen der amerikanischen Geiseln James Foley und Steven Sotloff sowie der britischen Geiseln David Haines und Alan Henning gezeigt hatte. Der IS hat Hunderte Gefangene getötet, vor allem syrische und irakische Gefangene. Seine Massentötungen feierte es in Videos.

SDA/pst

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