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Iran warnt Syrien vor Chemiewaffen-Einsatz

Sollte Damaskus von Chemiewaffen Gebrauch machen, wäre für Teheran «alles zu Ende», sagte der iranische Aussenminister in New York. Jede Regierung hätte damit ihre «Legitimität» verspielt.

"Teheran unterstützt kein Land, das Chemiewaffen einsetzt": Irans Aussenminister Ali Akbar Salehi. (Archivbild)
"Teheran unterstützt kein Land, das Chemiewaffen einsetzt": Irans Aussenminister Ali Akbar Salehi. (Archivbild)
Reuters

Der Iran hat die Führung in Damaskus indirekt vor dem Einsatz von Chemiewaffen im Kampf gegen die Aufständischen gewarnt. Während einer Veranstaltung des Council on Foreign Relation in New York sagte Aussenminister Ali Akbar Salehi gestern, Teheran unterstütze kein Land, das Chemiewaffen einsetze.

In diesem Fall «wäre alles zu Ende», antwortete der Minister auf die Frage aus dem Publikum, wie Teheran auf einen eventuellen Chemiewaffengebrauch durch seinen syrischen Verbündeten reagieren würde. Jede Regierung hätte damit ihre «Legitimität» verwirkt.

Die Führung in Damaskus hatte im Juli erstmals den Besitz von Chemiewaffen eingeräumt. Sie drohte, sie werde sie im Falle einer militärischen Intervention des Westens im syrischen Bürgerkrieg einsetzen, nicht jedoch gegen die eigene Bevölkerung.

Videoaufnahme aufgetaucht

Unterdessen ist ein Video von dem seit Mitte August in Syrien vermissten US-Journalisten Austin Tice aufgetaucht. Die knapp einminütige Aufnahme zeigt einen stark mitgenommenen Mann mit verbundenen Augen, wie er von einer Gruppe von Männern unter «Gott ist gross»-Rufen auf einen Hügel gebracht wird.

Die «Washington Post» und die Mediengruppe McClatchy Newspapers, für die Tice als freier Reporter und Fotograf arbeitet, bestätigten, dass es sich vermutlich um den 31-Jährigen handelt. Seine Arbeitgeber und das US-Aussenministerium gehen davon aus, dass Tice von der syrischen Regierung festgehalten wird.

SDA/chk

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