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«Iran könnte in zwei Jahren Atombomben besitzen»

Laut dem CIA-Chef Leon Panetta verfügt der Iran über genügend Uran zum Bau einer Atombombe.

Hoch gerüstet: Verteidigunsminister Ahmad Vahidi (links) in einer Produktionsstätte für Kurzstreckenraketen.
Hoch gerüstet: Verteidigunsminister Ahmad Vahidi (links) in einer Produktionsstätte für Kurzstreckenraketen.
Keystone

Der Iran besitzt nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA genug schwach angereichertes Uran für zwei Atombomben. Sollte es das Regime in Teheran darauf anlegen, könnten diese Nuklearwaffen 2012 einsatzbereit sein, sagte CIA-Chef Leon Panetta am Sonntag dem Sender ABC. Um Atombomben zu bauen, müsse der Iran das Uran zunächst hoch anreichern, sagte Panetta. «Und wir würden schätzen, dass es, wenn sie sich dafür entscheiden, wahrscheinlich ein Jahr dauern würde, diesen Punkt zu erreichen. Wahrscheinlich würde es ein weiteres Jahr dauern, die geeignete Art von Trägersystem zu entwickeln, um die Waffen einsatzbereit zu machen.»

Er gehe nicht davon aus, dass die jüngsten UNO-Sanktionen den Iran zur Einstellung seines umstrittenen Atomprogramms bewegen könnten. Allerdings könnten die Strafmassnahmen die Regierung in Teheran schwächen und zu ernsthaften wirtschaftlichen Problemen führen. Es gebe in Teheran «eine anhaltende Diskussion darüber, ob sie mit der Bombe weitermachen sollten oder nicht. Aber sie entwickeln ganz klar ihre nuklearen Fähigkeiten, und das gibt Anlass zur Besorgnis....darüber...was ihre Absichten sind.»

Vorerst keine Gespräche

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad wies die Aussagen Panettas zurück. Atombomben seien etwas für «politisch zurückgebliebene Regierungen», sagte der iranische Präsident. Der Iran werde bei dieser «Straftat» kein «Komplize» sein. «Wir setzen uns für Abrüstung ein», sagte Ahmadinejad.

Zu internationalen Gesprächen über das umstrittene iranische Atomprogramm kommt es aber nicht vor Ende August. Dies sei eine «Strafe» für die neuen UNO-Sanktionen gegen den Iran, sagte Präsident Ahmadinejad. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Atomwaffen zu streben. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte deshalb gegen den Iran Anfang Juni zum vierten Mal Sanktionen.

SDA/jak

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