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400 Menschen vor Libyen gerettet

Im Mittelmeer ist ein mit Flüchtlingen besetztes Fischerboot gekentert. Die italienische Küstenwache teilt mit, dass 400 Menschen gerettet werden konnten. Mindestens 25 Menschen starben.

Lebensretter: Médecins sans Frontières bei der Rettung von verunglückten Flüchtlingen vor der libyschen Küste.
Lebensretter: Médecins sans Frontières bei der Rettung von verunglückten Flüchtlingen vor der libyschen Küste.
Screenshot Twitter/Marta Soszynska/MSF

Vor der Küste Libyens sind am Mittwoch möglicherweise hunderte Flüchtlinge bei einem Schiffsunglück ertrunken. Das mit mehreren hundert Menschen besetzte Fischerboot sei gekentert, lediglich etwa hundert der Insassen seien zunächst gerettet worden, teilte die italienische Küstenwache mit. Das überfüllte Boot habe am Morgen einen Hilferuf abgesetzt und sei beim Eintreffen des ersten Rettungsschiffs gekentert.

Bei den Rettern handelte es sich um das irische Marineschiff «Lé Niamh». Das zweite Rettungsschiff war die von den Ärzten ohne Grenzen gecharterte «Dignity 1», die ebenfalls in dem 15 Seemeilen vor Libyen gelegenen Gebiet unterwegs war. Weitere Schiffe näherten sich der Unglücksstelle. Ein italienischer Hubschrauber warf den Angaben zufolge Rettungswesten ab.

Suche nach weiteren Insassen noch in Gange

Wie die italienischen Küstenwache inzwischen mitgeteilt hat, konnten 400 Menschen gerettet werden. Bis jetzt wurden 25 Leichen geborgen. Überlebende hätten berichtet, dass sich auf dem Boot zwischen 400 und 600 Flüchtlinge befunden hätten. Damit könnten noch fast 200 Menschen vermisst werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa und der «Times of Malta» kenterte das voll besetzte Boot 22 Seemeilen vor der Küste, als sich Rettungsboote näherten und die Menschen auf dem Schiff versuchten, die Retter zu erreichen. Die Suche nach weiteren Insassen war am Nachmittag noch in Gange.

Médecins sans Frontières hat auf Twitter mitgeteilt, dass ihr Schiff «Dignity 1» 94 Personen aufgenommen habe:

AFP

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