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Ghadhafis Abschussliste

Die libyschen Rebellen haben in Benghazi eine Liste mit Namen entdeckt, gegen die Muammar al-Ghadhafis Anhänger möglicherweise Anschläge verüben wollten. Rund 60 Namen seien auf der Liste aufgeführt.

Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Keystone
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Keystone
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Keystone
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Auf der Liste seien die Namen und Adressen von Vertretern des Nationalen Übergangsrates der Rebellen, ihrer Militärführung und der Zivilverwaltung zu finden, sagte der Vize-Innenminister der Aufständischen, Mustafa al-Sagasli. Das Papier sei beim Vorgehen gegen eine bewaffnete Gruppe von Ghadhafi-Getreuen entdeckt worden.

Die Gruppe soll vorgegeben haben, für den Übergangsrat zu kämpfen. Tatsächlich soll dies aber als Deckmantel für die eigentlich geplanten Aktivitäten gedient haben. «Sie stellten eine sehr ernsthafte Gefahr dar», sagte ein Sprecher des Übergangsrates. «Sie wollten Tod und Zerstörung in Benghazi säen.» In ihrem Lager seien «zahlreiche Waffen, Munition, Raketenwerfer, Sprengstoff und genug Lebensmittel für mehrere Wochen» gefunden worden.

Tote in Benghazi

Die Rebellen verdächtigen die Gruppe, hinter der spektakulären Flucht von 300 Häftlingen in der vergangenen Woche zu stehen. Fünf ihrer Kämpfer seien am Sonntag in Benghazi getötet worden, 37 weitere Mitglieder sowie 69 der befreiten Gefangenen seien festgenommen worden, sagte Vize-Innenminister Sagasli.

Ihm zufolge stand auf der bei der Gruppe entdeckten Liste auch der Name des vergangene Woche getöteten Militärchefs der Rebellen, Abdel Fatah Junes. Es sei denkbar, aber nicht bewiesen, dass die Gruppe auch für die Ermordung von Junes verantwortlich sei, sagte Sagasli.

Ghadhafis ehemaliger Vertrauter

Junes hatte bis Januar unter Ghadhafi als Innenminister gedient, war zu Beginn des Aufstands aber zu den Rebellen übergelaufen. Angesichts der mysteriösen Umstände seines Todes wurde auch gemutmasst, dass er von den Rebellen selbst ermordet worden sein könnte, weil er weiter Kontakte zu Ghadhafi unterhalten haben könnte. Auch über Racheakte von unter Ghadhafi verfolgten Islamisten wurden als mögliches Tatmotiv spekuliert.

(SDA)

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