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Gericht verurteilt Mohammed Mursi zum Tode

Der ehemalige ägyptische Staatschef ist wegen seiner Rolle bei Gefängnisausbrüchen von 2011 schuldig gesprochen worden.

Mohammed Mursi während einer Gerichtsverhandlung. (8. Mai 2014)
Mohammed Mursi während einer Gerichtsverhandlung. (8. Mai 2014)
AP Photo/Tarek el-Gabbas

Knapp zwei Jahre nach seinem Sturz durch die Armee hat ein Gericht in Ägypten Ex-Präsident Mohammed Mursi zum Tode verurteilt. Der Islamist wurde der Spionage schuldig gesprochen.

Mursi soll sich demnach Anfang 2011 mit der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hizbollah verschworen haben, um einen Gefängnisausbruch zu organisieren. Zu den Ausbrüchen war es während der Revolte gegen Mubarak gekommen.

Das Urteil muss vom ägyptischen Mufti bestätigt werden. Im Anschluss daran kann dagegen noch Berufung eingelegt werden. In demselben Verfahren wurden am Samstag mehr als 100 weitere Funktionäre und Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt.

Der erste frei gewählte Präsident in der Geschichte Ägyptens war im Vormonat bereits in einem anderen Verfahren wegen Anstiftung zur Gewalt gegen Demonstranten zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Mursi war nach dem Sturz von Machthaber Mubarak im Februar 2011 der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens, im Juli 2013 wurde er vom Militär nach Massenprotesten gegen seine autoritäre Herrschaft entmachtet. Er ist seitdem inhaftiert.

(SDA)

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