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Terrormiliz IS bekennt sich zum Attentat in Kairo

Ein Anschlag auf das italienische Konsulat in Kairo fordert einen Toten. Der Islamische Staat zeichnet für die Tat verantwortlich.

Die Fassade des Gebäudes ist schwer beschädigt: Das italienische Konsulat in Kairo. (11. Juli 2015)

Bei der Explosion einer Autobombe vor dem italienischen Konsulat in Kairo ist am Samstagmorgen ein Ägypter getötet worden. Mindestens acht weitere wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Zu dem Anschlag bekannte sich der örtliche Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat. Ägyptischen Sicherheitskreisen zufolge wurde die Explosion von einer Autobombe ausgelöst. Diese wurde per Fernzündung aktiviert. 250 Kilo Sprengstoff seien für die Explosion verwendet worden.

Der Schaden an dem Gebäude ist beträchtlich: Das italienische Konsulat in Kairo. (11. Juli 2015)
Der Schaden an dem Gebäude ist beträchtlich: Das italienische Konsulat in Kairo. (11. Juli 2015)
Mohammed El-Shahed, AFP
Durch die Explosion barst auch eine Wasserleitung, weshalb die Umgebung des Konsulats unter Wasser gesetzt wurde. (11. Juli 2015)
Durch die Explosion barst auch eine Wasserleitung, weshalb die Umgebung des Konsulats unter Wasser gesetzt wurde. (11. Juli 2015)
Mohammed El-Shahed, AFP
Das Gebäude im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt wurde stark beschädigt.
Das Gebäude im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt wurde stark beschädigt.
AP Photo/Mohammed el-Raai
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Zum Zeitpunkt der Explosion am Hintereingang gegen 06.30 Uhr war das Konsulat geschlossen. Die Opfer waren Passanten. Das Gebäude im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt wurde stark beschädigt. An einer Seite waren mehrere Stockwerke zerstört, in der Fassade klaffte ein Loch. Weil Wasserleitungen barsten, gab es Überschwemmungen in der Umgebung. Am Tatort fanden Ermittler Trümmer eines Autos und Reste eines Nummernschilds aus Suez, wie es aus Sicherheitskreisen hiess.

?? ????? ??? ???????? ??? ?????Posted by Asmaa Fawzy on Friday, 10 July 2015

Der ägyptische Premier Ibrahim Mahlab und Innenminister Magdi Abdel Ghaffar kamen an den Ort des Anschlags und sprachen mit dem Personal des Konsulats, wie italienische Medien berichteten.

Journalisten festgenommen

Vier Journalisten wurden von der ägyptischen Polizei festgenommen, zu ihnen zählt auch ein Italiener. «Die Polizei behauptet, wir seien zu schnell am Anschlagsort erschienen», berichtete der italienische Journalist Alessandro Accorsi. Die Journalisten wurden nach einiger Zeit wieder freigelassen.

Der Anschlag in Kairo löste grosse Sorge in Rom aus. «Wir stehen allen betroffenen Personen und Mitarbeitern nahe. Italien lässt sich nicht einschüchtern», twitterte Aussenminister Paolo Gentiloni. Unter den Opfern befinden sich nach seinen Angaben keine Landsleute. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi sagte Ägypten Unterstützung im Kampf gegen den Terror zu. Italienische Einrichtungen im Land sollen nun besser geschützt werden.

Zahlreiche Anschläge

In Ägypten wächst die Furcht, dass islamistische Extremisten verstärkt auch Ausländer ins Visier nehmen. Vor einem Monat wurden bei einem Selbstmordanschlag auf ein beliebtes Touristenziel vier Menschen verletzt.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär vor zwei Jahren verüben bewaffnete Islamisten immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte, bei denen hunderte Polizisten und Soldaten getötet wurden.

Die Anschläge konzentrieren sich vor allem auf den Norden der Sinai-Halbinsel, doch gab es auch wiederholt in Kairo und den Städten des Nil-Deltas Anschläge. Zuletzt gab es auf der Sinai-Halbinsel heftige Gefechte zwischen den Sicherheitskräften und Dschihadistengruppen.

Die Islamisten bezeichnen die Anschläge als Vergeltung für das harte Vorgehen der Regierung gegen die Mursi-Anhänger. Dabei wurden seit Juli 2013 mindestens 1400 Menschen.

SDA/fal

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