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Ex-Geheimdienstchef wird an Libyen ausgeliefert

Gleich zwei Länder sowie der Internationale Strafgerichtshof verlangten monatelang die Auslieferung des früheren libyschen Chefspions al-Senussi. Nun hat sich Mauretanien endlich entschieden.

Dem ehemaligen Ghadhafi-Getreuen wird die Tötung von 1200 libyschen Häftlingen vorgeworfen: Abdullah al-SenussiDem ehemaligen Ghadhafi-Getreuen wird die Tötung von 1200 libyschen Häftlingen vorgeworfen: Abdullah al-Senussi im August 2011.
Dem ehemaligen Ghadhafi-Getreuen wird die Tötung von 1200 libyschen Häftlingen vorgeworfen: Abdullah al-SenussiDem ehemaligen Ghadhafi-Getreuen wird die Tötung von 1200 libyschen Häftlingen vorgeworfen: Abdullah al-Senussi im August 2011.
AFP

Mauretanien hat den ehemaligen libyschen Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi nach Libyen ausgeliefert. Das teilte die Regierung in einer im Radio verlesenen Erklärung mit. Senussi sei am Vormittag ausgeflogen worden, hiess es. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Senussi war im März auf dem internationalen Flughafen der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott festgenommen worden, als er versuchte, in der Verkleidung eines Tuarag-Führers und mit gefälschtem Pass einzureisen.

Mauretanien hatte eine Auslieferung des früheren Geheimdienstchefs monatelang abgelehnt und erklärt, man wolle ihn wegen der Übertretung mauretanischer Gesetze selbst vor Gericht stellen.

Vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht

Senussi ist nicht nur von den libyschen Behörden, sondern auch von Frankreich und vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Fahndung ausgeschrieben. Ihm werden sowohl Übergriffe auf Zivilisten während des libyschen Volksaufstands im vergangenen Jahr als auch die Tötung von 1200 libyschen Häftlingen im Jahr 1996 vorgeworfen. Paris fahndet wegen seiner Rolle bei einem Anschlag auf ein Flugzeug im September 1989 nach al-Senussi.

dapd/AFP/mw

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