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«Den Kolonialismus verantwortlich zu machen, zeugt von Hilflosigkeit»

«Entwicklungshilfe besteht nicht nur aus dem Transfer von Geld», sagt Mohomodou Houssouba. Bild: Fabienne Andreoli

Herr Houssouba, Sie leben seit 17 Jahren in der Schweiz. Haben Sie in dieser Zeit jemals Alltagsrassismus erlebt, wie er gegenwärtig von vielen Personen mit ausländischen Wurzeln in den Medien geschildert wird?

Nämlich?

Und ist das der Fall?

Gibt es Dinge im Schweizer Alltag, die Ihnen auch nach 17 Jahren noch fremd sind?

In Mali planen die Leute nicht?

Dann stimmt das Klischee, wonach Afrikaner nicht planen können?

Wie wird es in Mali wahrgenommen, wenn ein Boot mit afrikanischen Flüchtlingen im Mittelmeer kentert und die Insassen ertrinken?

Weshalb?

Ein häufig diskutierter europäischer Plan besteht darin, mit afrikanischen Ländern Rücknahmeabkommen auszuhandeln, um die illegal eingereisten Migranten zurück­schicken zu können. Halten Sie das für eine gute Lösung?

Inwiefern?

Können Sie nachvollziehen, wenn europäische Regierungen und ein Teil der europäischen Bevölkerung die Migration aus Afrika stoppen wollen?

Das klingt sehr pessimistisch.

Sie befinden sich an einem Ort, an dem viele Afrikaner so verzweifelt hinwollen, dass sie dafür ihr Leben riskieren.

Liegt die Schuld für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme eher bei der sogenannten Ersten Welt oder bei den Afrikanern selbst?

Ist Entwicklungshilfe überflüssig oder schädlich?

Welches sind Beispiele erfolgreicher Entwicklungshilfe?

Laut einer Prognose der UNO wird sich die Bevölkerungszahl in Afrika bis 2050 verdoppeln. Das schürt in Europa die Angst, dass die Migration aus Afrika erst begonnen hat und noch viel mehr Leute hierherkommen wollen.