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Erfolg bei blutigen Kämpfen gegen Boko Haram in Baga

Die nigerianische Armee konnte gemäss eigenen Angaben die Stadt Baga zurückerobern, in der Boko Haram im Januar ein Massaker angerichtet hatte. Die Terrorsekte tötet unterdessen in Niger weiter.

In Baga hatte Boko Haram nach Schätzungen mehrere Tausend Menschen getötet: Ein kamerunischer Soldat steht auf einem nigerianischen Panzerwagen, der von der Terrorsekte Boko Haram genutzt wurde. (17.02.2015)
In Baga hatte Boko Haram nach Schätzungen mehrere Tausend Menschen getötet: Ein kamerunischer Soldat steht auf einem nigerianischen Panzerwagen, der von der Terrorsekte Boko Haram genutzt wurde. (17.02.2015)
Reuters

Die nigerianische Armee hat die Rückeroberung der Stadt Baga von der Extremistengruppe Boko Haram gemeldet. «Truppen haben heute Nachmittag nach heftigen Gefechten mit Terroristen Baga eingenommen. Schwere Verluste», teilte das Militär am Samstag über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht. Boko Haram hatte die Stadt am Ufer des Tschad-Sees am 3. Januar eingenommen. Es wird befürchtet, dass die radikalislamische Rebellengruppe dabei hunderte Menschen ermordete.

Unterdessen tötete Boko Haram bei einem Angriff auf ein Dorf in Niger sieben nigrische Soldaten. Bei dem Überfall auf das Dorf Karouga nahe dem Tschad-See im Südosten Nigers habe die Islamistengruppe ihrerseits 14 Kämpfer verloren, erklärte die Armee. Ein Vertreter der tschadischen Sicherheitskräfte sagte, die Angreifer hätten nach dem Überfall über den Tschad-See auf das Gebiet des Tschad zu gelangen versucht, doch habe die Luftwaffe eingegriffen und ihre fünf Boote zerstört.

Die Extremistengruppe hatte in den vergangenen Monaten ihre Angriffe vom Nordosten Nigerias auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger ausgedehnt. Diese entschlossen sich daraufhin zum Eingreifen und entsandten Truppen in ihre Grenzgebiete zu Nigeria. Anfang Februar beschlossen Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin zudem, eine Eingreiftruppe von 8700 Soldaten gegen die sektenartige Rebellengruppe aufzustellen, die seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias kämpft.

AFP/rsz

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