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«Eine surreale, raffinierte Rede»

Nach Mubaraks Rede schlug die Stimmung auf dem Tahrir-Platz gestern Nacht in Wut um. Für Nahost-Experte Erich Gysling bot der letzte Auftritt des Präsidenten keine Überraschung.

Mit Spannung erwartete Rede: Ägyptens Präsident Hosni Mubarak am Freitagabend im staatlichen Fernsehen. (Screenshot CNN)
Mit Spannung erwartete Rede: Ägyptens Präsident Hosni Mubarak am Freitagabend im staatlichen Fernsehen. (Screenshot CNN)

«Mubarak stand hin und sagte: Ich bin einer von euch. Ich will, was ihr wollt. Das ist surreal», sagt Erich Gysling. Raffiniert sei, dass Mubarak die Alltagsgeschäfte an seinen Vize Omar Suleiman abgebe, womit er ihn auch verantwortlich machen könne für alles, was in den nächsten Monaten geschehe.

Mubarak habe seine Machtbasis so gut im Griff, dass er weder zurücktreten noch abhauen müsse. Spannend werde es sein, das Verhalten des Militärs zu sehen: «Das wird entscheidend sein. Aber man darf nicht vergessen, dass die Generäle ihre Villen und ihre Luxusautos auch behalten wollen.»

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