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«Ein zerfallender Staat an der Südgrenze Europas»

Zwei Jahre nach der Revolution herrscht in Libyen Chaos, die Regierung bittet die Nato um Hilfe. Experte Andreas Dittmann im Gespräch über mögliche Zukunftsszenarien für das nordafrikanische Land.

Kämpfen für einen Abzug der übermächtigen Milizen: Demonstranten in Tripolis. (7. Juli 2013)
Kämpfen für einen Abzug der übermächtigen Milizen: Demonstranten in Tripolis. (7. Juli 2013)
Reuters

Herr Dittmann, der neueste Nato-Bericht spricht von einer «fragilen Lage» in Libyen. Derweil protestieren die Menschen gegen die übermächtigen Milizen. Wie schätzen Sie die Lage im Moment ein? Nach der Revolution im Jahr 2011 war Libyen zunächst mit grossem Entwicklungspotenzial gestartet. Das Land hat wenig Einwohner, gleichzeitig aber viel Erdöl, das noch für mindestens zwei Generationen reichen wird. Im Volk herrschte nach dem Sturz von Muammar al-Ghadhafi eine positive Aufbruchsstimmung – vor allem die Jugend des Landes dachte, viel bewegen zu können.

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