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Ein riesiges Trainingslager für die Jihadisten

Der Flughafen von Tripolis ist zerstört, das Parlament fühlt sich nur noch in einer Provinzstadt sicher, und ein General lässt seine Jets nach Herzenslust bombardieren. Libyen droht ein Militanten-Paradies zu werden.

Die gegnerischen Kämpfer sind fürs Erste geflohen: Kämpfer einer islamistischen Miliz vor einem Eingang zum Flughafen von Tripolis. (24. August 2014)
Die gegnerischen Kämpfer sind fürs Erste geflohen: Kämpfer einer islamistischen Miliz vor einem Eingang zum Flughafen von Tripolis. (24. August 2014)
Mahmud Turkia, AFP

Libyen, der Irak, Syrien. Kriege und Konflikte, in denen die militanten Islamisten auf dem Siegeszug zu sein scheinen. In Libyen hat jetzt eine Extremistenmiliz den wochenlang umkämpften Flughafen der Hauptstadt Tripolis erobert, eine weniger radikale Kampfgruppe vertrieben. Aber was heisst schon erobert: Die Militanten haben den wichtigsten Airport des Landes zerstört, samt der Jets. Libyan Airlines ist nun fast so etwas wie eine Airline ohne Flughafen und ohne Flugzeuge. Die gegnerischen Kämpfer sind fürs Erste geflohen. Sie werden wiederkommen, um die Scharte auszuwetzen. Neue Gefechte, noch mehr Opfer, eine zerschlagene Infrastruktur. So wird Libyen drei Jahre nach dem Ende der Ghadhafi-Diktatur kaum den Weg finden zu einem Staatswesen mit einer Regierung, die das Gewaltmonopol innehat und den Bürgern Sicherheit und Wohlstand garantiert.

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