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«Diese Einigung ist für beide Seiten ein Erfolg»

Als Spitzendiplomat initiierte Michael Ambühl mit Micheline Calmy-Rey die Atomgespräche mit dem Iran. Er sagt, wie er die Einigung von Lausanne wertet und welche Herausforderungen er noch sieht.

Durchbruch nach Jahren des Ringens: In Lausanne treten die Politiker vor die Medien.

Herr Ambühl, nach acht intensiven Verhandlungstagen in Lausanne haben der Iran und die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland endlich zu einer Grundsatzeinigung für ein Abkommen gefunden. Welchen Wert messen Sie der Einigung zu?

Sie ist ein Erfolg für die internationale Diplomatie, insbesondere für die USA und den Iran, die die Verhandlungen prägten. Es ist aber erst eine Einigung über die Eckpunkte für ein noch auszuhandelndes Abkommen erzielt worden. Im Abkommen, das bis zum 30. Juni vorliegen soll, wird man alle Einzelheiten regeln müssen. Erfahrungsgemäss ist das Ausformulieren der genauen Modalitäten nicht eine rein technisch-juristische Sache. Mit der getroffenen Grundsatzeinigung bleiben Ermessensspielräume bestehen, deren Beseitigung noch genügend Verhandlungsstoff geben wird. Oft steckt der Teufel in den Details.

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