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«Die Trennung von Religion und Staat wurde nie versucht»

Der gebürtige Syrer Adonis zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Gegenwart. Im Interview erklärt er, warum er den Islam für undemokratisch hält, was die arabische Welt heute lähmt und wie er zu seinem Künstlernamen kam.

Scharfer Analytiker mit unerschöpflichen Kenntnissen: Der Dichter Adonis war dieses Jahr Gast am Literaturfestival in Leukerbad.
Scharfer Analytiker mit unerschöpflichen Kenntnissen: Der Dichter Adonis war dieses Jahr Gast am Literaturfestival in Leukerbad.
Keystone

Sie sind in einem syrischen Dorf aufgewachsen. Was hat Sie zum Schreiben von Gedichten gebracht?Adonis: Mein Vater kannte sich in der arabischen Dichtung hervorragend aus. Er hat mich in die arabische Lyrik eingeführt, von der vorislamischen Zeit bis zu Ma’arri, mit dem die kreativste Phase der arabischen Dichtung endete. Mein Vater hat mich auch mit den islamischen Mystikern bekannt gemacht.

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